"Der Palast"-Star Svenja Jung: Ihre kleine Schwester half als Double bei der Doppelrolle

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Von der Soap zur Doppelhauptrolle im großen ZDF-Mehrteiler: Svenja Jung spielt eine DDR-Profitänzerin und ihre BRD-Zwillingsschwester, kurz vor der Wende. Ihre Tanzvergangenheit kam der 28-Jährigen beim Casting zugute. (Bild: Constantin Television / ZDF / Julia Terjung)
Von der Soap zur Doppelhauptrolle im großen ZDF-Mehrteiler: Svenja Jung spielt eine DDR-Profitänzerin und ihre BRD-Zwillingsschwester, kurz vor der Wende. Ihre Tanzvergangenheit kam der 28-Jährigen beim Casting zugute. (Bild: Constantin Television / ZDF / Julia Terjung)

Es sind teils atemberaubende Tanz-Szenen, die Schauspielerin Svenja Jung in ihrer Hauptrolle im ZDF-Dreiteiler "Der Palast" zu stemmen hatte. Die 28-Jährige konnte bei dieser anspruchsvollen Doppelrolle auf die eigene Tanz-Erfahung bauen.

Von der Soap zur Doppelhauptrolle im großen ZDF-Mehrteiler: In "Der Palast" spielt Svenja Jung eine DDR-Profitänzerin und ihre BRD-Zwillingsschwester, die kurz vor der Wende zufällig voneinander erfahren. Ihre Tanzvergangenheit kam der 28-Jährigen bei der technisch sehr anspruchsvollen Rolle zugute, wie sie jetzt im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau verriet. "Ich komme eigentlich vom Tanzen. Bis ich 18 oder 19 war habe ich Wettkämpfe getanzt, mit meiner Cousine zusammen", gab die Schauspielerin an. "Als ich intensiver mit der Schauspielerei angefangen habe, bin ich mit dem Tanzen etwas kürzergetreten. Aber aufgehört habe ich nie. Ich hatte schon mit 'Fly', der dieses Jahr im Kino lief, einen Tanzfilm gedreht. Dafür bin ich wieder intensiv ins Training eingestiegen. Gleich danach kam 'Der Palast."

Svenja Jung, sagt, sie hat "wie die meisten mit klassischem Ballett angefangen". Danach habe sie "viel in Richtung 'contemporary' und 'modern" probiert. Dazu Akrobatik. Zwischen 12 und 16 habe sie auch Garde getanzt. "Ich komme nämlich aus einer Karnevals-Ecke", so die in Weroth, Rheinland-Pfalz, geborene Schauspielerin. Die Garde-Erfahrung habe ihr beim Tanzen der langen "Kicklines", die ja das Aushängeschild der Friedrichstadt-Palast-Nummern sind, sehr geholfen.

Eine sehr talentierte Schauspielerin, die früher mal Tänzerin werden wollte: Svenja Jung übernahm in "Der Palast" die Doppelrolle der Zwillingsschwestern Chris und Marlene. (Bild: Constantin Television / ZDF / Julia Terjung)
Eine sehr talentierte Schauspielerin, die früher mal Tänzerin werden wollte: Svenja Jung übernahm in "Der Palast" die Doppelrolle der Zwillingsschwestern Chris und Marlene. (Bild: Constantin Television / ZDF / Julia Terjung)

"Sie hat das Casting gerockt"

Die Doppelrolle der indentisch aussehenden Schwestern habe man vor allem "mit digitalen Tricks, aber auch auf die ganz klassische Art und Weise", beältigt, sagte Svenja Jung im teleschau-Gespräch. "Ich hatte zwei Doubles. Eines hat immer Chris gespielt, die andere Marlene. Ein Double war meine kleine Schwester. Das war nicht einfach, weil sie Chris heißt, aber Marlene spielte. Während ich selbst in dieser Szene dann natürlich Chris spielte." Svenja Jung gab zu:" Unser Regisseur Uli Edel und ich hatten richtig zu kämpfen."

Natürlich ist es nicht normal, dass einen die eigene Schwester doubelt. Aber, so Svenja Jung, "wir suchten jemanden, der mir ähnlich sieht. In Größe und Figur, aber auch von der Gesichtsform. Dafür gab es ein Casting. Man sieht das Double in den Filmszenen zwar nie so richtig von vorne, wenn aber die Gesichtsform nicht stimmt, kann das die Illusion schon zerstören. Wenn man die typische Einstellung von hinten über die Schulter des Doubles macht, müssen zumindest Ohren und Kieferpartie stimmen. Deshalb war es extrem schwer, jemanden zu finden."

In "einem frustrierten Moment" habe sie zu Uli Edel gesagt: "Weißt du was, Uli, wenn wir niemanden finden, dann nehmen wir einfach meine Schwester." Er sei sofort angesprungen - nach dem Motto: "Du hast eine Schwester, warum weiß ich nichts davon?" Das Casting habe dann "prima funktioniert, obwohl Chris anfangs sehr aufgeregt war". Aber, so Svenja Jung über ihre Schwester, "sie hat das Casting gerockt und eine tolle Grundintuition für diesen Beruf mitgebracht".

Hanni und Nanni zwischen DDR und BRD: Die westdeutsche Fabrikanten-Tochter Marlene und DDR-Tänzerin Chris (beide Svenja Jung) tauschen im Dreiteiler "Der Palast" ihre Rollen. (Bild: ZDF / Julia Terjung)
Hanni und Nanni zwischen DDR und BRD: Die westdeutsche Fabrikanten-Tochter Marlene und DDR-Tänzerin Chris (beide Svenja Jung) tauschen im Dreiteiler "Der Palast" ihre Rollen. (Bild: ZDF / Julia Terjung)
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