Papst verurteilt erneut Gewalt im Namen von Religion

Zum Abschluss seiner ersten Ägyptenreise hat sich Papst Franziskus bei einer Messe in einem Militärstadion nahe Kairo erneut gegen religiösen Fanatismus gewandt. Zu dem Gottesdienst, der aus Furcht vor Anschlägen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen stattfand, versammelten sich rund 15.000 Gläubige und damit 10.000 weniger als erwartet. Rund zehn Prozent der ägyptischen Bevölkerung sind Christen, die meisten von ihnen Kopten.

Der Papst mahnte:“Der einzige Extremismus, der Gläubigen erlaubt ist, ist der der Nächstenliebe. Jeder andere Extremismus kommt nicht von Gott und gefällt ihm nicht.”

Papst Franziskus hat bei einer Messe in Kairo abermals Gewalt im Namen der Religion verurteilt https://t.co/8tKTGzWloF— FAZ.NET (@faznet) April 29, 2017

Franziskus hatte bereits am Freitag in Kairo alle Religionen zu einem verstärkten Einsatz gegen Extremismus und gegen Gewalt aufgerufen. Außerdem verurteilte er Hass und “demagogischen Populismus”. Der Papst warnte davor, dass Religion politisch missbraucht werde.

Christen in Ägypten werden immer wieder Ziel von Anschlägen. Vor knapp drei Wochen wurden über 40 Menschen bei einem Anschlag auf zwei koptische Kirchen in Nordägypten getötet.

Die Gegenwart Jesu wird durch das Beispiel unseres Lebens und die Sprache der ungeschuldeten, konkreten Liebe vermittelt.— Papst Franziskus (@Pontifex_de) April 29, 2017

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