Papst wendet sich bei Rede in Kairo gegen Gewalt im Namen Gottes

Papst Franziskus hat sich entschieden gegen Gewalt im Namen Gottes ausgesprochen. "Es sei entscheidend, "den Fluss von Geld und Waffen an diejenigen, die zu Gewalt aufrufen", zu unterbinden, sagte der Papst am Freitag in Kairo

Papst Franziskus hat sich entschieden gegen Gewalt im Namen Gottes ausgesprochen. "Allein der Frieden ist heilig, und kein Akt der Gewalt darf im Namen Gottes begangen werden, da dies seinen Namen entweihen würde", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Freitag in einer Rede bei einer muslimisch-christlichen Konferenz in Kairo. Es sei entscheidend, "den Fluss von Geld und Waffen an diejenigen, die zu Gewalt aufrufen", zu unterbinden.

Der Papst wandte sich zugleich gegen einen "demagogischen Populismus". "Demagogische Formen des Populismus, die auf dem Vormarsch sind", sind dem Frieden nicht zuträglich, sagte Franziskus.

Der Papst war am Freitag zu einem zweitägigen Besuch in Ägypten eingetroffen. In Kairo traf er zunächst mit Präsident Abdel Fattah al-Sisi und dem Imam des renommierten islamischen Al-Azhar-Instituts, Ahmed al-Tajeb zusammen.

Anschließend wollte Franziskus die Kirche St. Peter und Paul besuchen, wo im Dezember bei einem Selbstmordanschlag 29 Menschen getötet worden waren. Gemeinsam mit Kopten-Papst Tawadros II. wollte Franziskus dort beten. Zuletzt wurden vor gut zwei Wochen bei Anschlägen auf zwei Kirchen in Alexandria sowie in Tanta nördlich von Kairo insgesamt 45 Menschen getötet.

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