Para-Langlauf: WM-Gold für Kazmaier

Paralympics-Siegerin Linn Kazmaier hat sich einen Tag nach ihrer Silbermedaille im schwedischen Östersund erstmals in ihrer Karriere zur Weltmeisterin gekrönt. Im Para-Langlauf über 18 km gewann die sehbehinderte 16-Jährige bei Temperaturen von minus 14 Grad vor ihrer Teamkollegin Leonie Walter, die am Vortag im Biathlon-Sprint triumphiert hatte.

"Ich habe gedacht: Hoffentlich erfriere ich jetzt nicht gleich", sagte Kazmaier: "Am Schluss wollte ich einfach sauber durchziehen." Walter schonte gegen ihre überlegene Teamkollegin Kräfte. "Ich wollte mich nicht blau laufen, weil ich noch andere Rennen vor mir habe", sagte sie. Die einzige Konkurrentin in der Klasse des deutschen Duos war bereits nach den ersten Kilometern zurückgefallen.

In der sitzenden Klasse holte Anja Wicker wie am Vortag Silber. "Nach den ersten drei Runden wurde es hinten raus zäh", sagte sie.

Tags zuvor hatte bereits Marco Maier, Para-Sportler des Jahres, im Biathlon über 7,5 km seinen ersten WM-Titel gewonnen. Insgesamt steht das elfköpfige deutsche Team für die WM im nordischen Para-Schneesport bislang bei dreimal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze.

Im katalanischen Espot muss das fünfköpfige Para-Ski-alpin-Team dagegen weiter auf seine ersten WM-Rennen warten. Am Samstag konnte bereits der Super-G wegen teils heftigen Windböen nicht stattfinden, tags darauf fiel auch die Superkombination aus. Beide Weltmeisterschaften enden am 29. Januar.