Pariser Stadtfahrräder wechseln den Betreiber

Ein Mann auf einem Vélib-Fahrrad nahe dem Eiffelturm

Die beliebten Pariser Stadtfahrräder wechseln den Betreiber: Den Zuschlag für das Vélib-System erhielt am Mittwoch das französisch-spanische Konsortium Smoovengo, wie die städtischen Auftraggeber entschieden. Smoovengo kann die Leihfahrräder damit ab 2018 unterhalten. Leer ging der bisherige Betreiber aus, der französische Außenwerbungs-Konzern JCDecaux.

Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren. Nach Angaben der Auftraggeber entspricht dies einem Marktwert von 600 Millionen Euro. Die Leihräder finanzieren sich bisher über Abonnements der rund 300.000 Nutzer. Sie zahlen einen Grundbetrag und können die Räder dafür in der ersten halben Stunde gratis benutzen und an einer der 1800 festen Stationen wieder abstellen.

In Zukunft sollen die Räder leichter und solider werden, ein Drittel soll einen Elektroantrieb bekommen. Dafür dürften nach Informationen der Zeitung "Le Parisien" die Nutzerpreise um mehr als 30 Prozent steigen. JCDecaux finanzierte die Räder durch Werbeverträge mit der Stadt quer.

Die städtischen Auftraggeber sind optimistisch, dass der neue Vertrag auch vor Gericht Bestand hat. JCDecaux hat das Pariser Verwaltungsgericht angerufen. Der Konzern wirft Smoovengo "Sozialdumping" vor. JCDecaux geht es nach eigenen Angaben um den Erhalt der 315 Arbeitsplätze bei seiner Filiale Cyclocity.

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