Absage von Pariser Weihnachtsmarkt ist rechtens

"Jahrmarktkönig" Campion vor seinem Riesenrad

In diesem Jahr werden Touristen auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Elysées keinen Weihnachtsmarkt finden: Der langjährige Betreiber scheiterte am Donnerstag vor Gericht mit einer Beschwerde gegen die Stadtverwaltung, die ihm die Konzession versagt hatte. Bürgermeisterin Anne Hidalgo hatte gerügt, auf dem Markt werde zuviel Billigramsch aus China verkauft.

Das Pariser Verwaltungsgericht erklärte die Beschwerde im Eilverfahren für unzulässig. Die Konzession von Weihnachtsmarktsmarkt-Betreiber Marcel Campion sei schon im Oktober ausgelaufen, betonten die Richter. Deshalb sei die Stadt nicht mehr an den Vertrag gebunden. Campion hat sich als Pariser "Jahrmarktkönig" einen Namen gemacht. Bei einer Anhörung hatten seine Anwälte der Stadt eine versuchte "Tötung der Schaustellerwelt" unterstellt.

Bürgermeisterin Hidalgo argumentierte dagegen vor Gericht über ihren Anwalt, die Champs-Elysées seien ein "außergewöhnlicher Ort" und der Prachtboulevard solle wieder als solcher zur Geltung kommen. Im vergangenen Jahr hatten nach Angaben des Betreibers rund 15 Millionen Menschen den Weihnachtsmarkt besucht.

Campion liegt auch deshalb mit Bürgermeisterin Hidalgo im Clinch, weil diese sein Riesenrad auf dem Place de la Concorde entfernen lassen will. Erst 2015 hatte die Stadt ihm die Erlaubnis zur Neuaufstellung des Rades erteilt, allerdings ermittelt die Justiz nun wegen Günstlingswirtschaft.

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