Parkraumbewirtschaftung: Prenzlauer Berg erhält eine neue Parkzone

Die Carl-Legien-Siedlung soll Parkzone werden. Pläne gibt es auch für die Oberbaum-City in Friedrichshain und die Luisenstadt in Mitte.

Stören Parkscheinautomaten den Denkmalschutz? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Bezirksamt Pankow. Die Carl-Legien-Siedlung in Prenzlauer Berg, Ende der 20er-Jahre nach Plänen von Bruno Taut und Franz Hillinger erbaut, soll zur Parkzone werden. Das Beibehalten des derzeitigen Parkens ohne Einschränkung sei auch "wegen des hohen Anteils gebietsfremder Langparker nicht empfehlenswert", sagt Wirtschaftsstadträtin Rona Tietje (SPD). Laut einem Gutachten im Auftrag des Bezirksamtes bestehe vor allem tagsüber ein erhöhter Parkdruck, während nach 17 Uhr überwiegend Fahrzeuge der Anwohner im Kiez stehen.

"Da es sich bei der Wohnstadt Carl Legien um eine Weltkulturerbesiedlung der Unesco handelt, müssen bauliche Veränderungen mit dem Landesdenkmalamt Berlin und der Obersten Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden", so die Stadträtin weiter. Auch der Internationale Rat für Denkmalpflege werde einbezogen. "Derzeit prüfen wir, welche konkreten Voraussetzungen erfüllt sein müssen und ob dadurch zusätzliche Kosten entstehen." Mit den Ergebnissen rechne sie im ersten Halbjahr 2017, sagt Rona Tietje.

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Doch fraglich ist auch die Wirtschaftlichkeit dieser Parkzone. Das Quartier liegt zwischen Prenzlauer Allee, Greifswalder Straße, Ostseestraße und S-Bahnring. Einer Prognose zufolge werden pro Jahr Einnahmen von 167.120 Euro durch Parkscheinautomaten und 260.775 Euro durch Verwarngelder erwartet. Ausgaben für Kontrolleure und laufende Kosten für den Betrieb der Automaten werden...

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