Parlamentswahl in Algerien im Zeichen der Politikverdrossenheit

Die Parlamentswahl in Algerien findet während einer schweren Finanzkrise aufgrund der gesunkenen Ölpreise statt. Der Groll in der Bevölkerung über soziale Missstände, Korruption und nicht gehaltene Versprechen der Regierung ist groß

Algerien wählt am Donnerstag ein neues Parlament. Die Wahl findet zu einem Zeitpunkt statt, da das nordafrikanische Land wegen gesunkener Ölpreise eine schwere Finanzkrise durchmacht. Der Unmut in der Bevölkerung über soziale Missstände, Korruption und nicht gehaltene Versprechen der Regierung ist groß. Angesichts der weit verbreiteten Politikverdrossenheit wird eine niedrige Wahlbeteiligung erwartet.

Dringendstes Problem neben der Wohnungsnot und der unzureichenden Gesundheitsversorgung bleibt die hohe Arbeitslosenzahl. Allgemein wird mit einem Sieg der Regierungskoalition aus der ehemaligen Einheitspartei Nationale Befreiungsfront (FLN) und ihrem Juniorpartner Sammlungsbewegung für Demokratie (RND) gerechnet. Die Islamisten, Hauptkraft der Opposition, treten in verschiedenen Gruppierungen an. Für die 462 Sitze in der Nationalversammlung bewerben sich 12.000 Kandidaten. 23 Millionen Menschen sind als Wähler registriert.

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