SPD: Untreue: Finanzleiter der Berliner SPD freigestellt

Das Kurt-Schumacher-Haus (Archivbild)

Die Berliner SPD hat am Donnerstag ihren Leiter Finanzen mit sofortiger Wirkung freigestellt. Der langjährige Mitarbeiter der Zentrale des Landesverbandes im Weddinger Kurt-Schumacher-Haus habe zugegeben, Geld der Partei unterschlagen zu haben. Als Motiv habe er angegeben, sich in einer „persönlichen Notlage“ befunden zu haben, wie eine Parteisprecherin sagte.

Über die Höhe des finanziellen Schadens konnte der Landesverband am Donnerstag noch keine Angaben machen. Laut Morgenpost-Informationen handelt es sich aber um eine Summe von mindestens 15.000 Euro.

Finanzchef hat die Prüfung der Kassen verzögert

"Der Parteivorstand der SPD wird nun prüfen, wie hoch der Schaden tatsächlich ist", sagte Parteisprecherin Birte Huizing. Der Mann habe aber Zugriff auf alle Konten der Berliner SPD gehabt. Bislang hat er zugegeben, das Geld im Laufe des vergangenen Jahres abgezweigt zu haben.

Aufgeflogen war das Fehlverhalten, weil Landesgeschäftsführerin Anett Seltz eine Prüfung der Barkasse des Parteivorstandes angekündigt hatte. In dieser Kasse liegt Geld für kurzfristige Ausgaben der engeren Parteispitze. Nachdem der Finanzchef die Prüfung zunächst verzögerte, habe er auf Seltz` Nachfrage die Untreue zugegeben, hieß es.

Der Parteivorstand behält sich eine Anzeige vor

Der Schaden beziehe sich aber nicht nur auf die Barkasse, sondern auch auf andere Guthaben der Partei. Das Kurt-Schumacher-Haus informierte am Vormittag den geschäftsführenden Landesvorstand sowie die Bundespartei. „Die Revision des...

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