Partydrogen: Senat will Drogenkonsum in Berlins Clubszene untersuchen

Der Senat will wissen, wer an welchen Orten welche Drogen konsumiert – und startet eine Befragung in der Berliner Clubszene.

Der Senat will dem Drogenkonsum in der Clubszene mit einer neuen Studie auf die Spur kommen. "Zum Berliner Party- und Clubleben gehört für zahlreiche junge Menschen neben dem Konsum von Tabak und Alkohol auch der Konsum von sogenannten Partydrogen", heißt es zur Begründung. "Wir wollen uns einen Überblick darüber verschaffen, wie und in welchem Umfang Partydrogen konsumiert werden", sagt der Sprecher der Gesundheitsverwaltung, Christoph Lang.

Berlin gilt mit seiner ausgeprägten Party- und Feierszene als Hochburg des Drogenkonsums. Fast jeder Zweite hat schon mal Cannabis konsumiert. Nach letzten Umfragen hat jeder zehnte Jugendliche zwischen 15 und 17 angegeben, in den vergangenen 30 Tagen gekifft zu haben. "Wir sehen eine Zunahme beim Drogenkonsum von Jugendlichen", so Lang. "Aber gerade bei Jugendlichen kann regelmäßiger Drogenkonsum bleibende Schäden hervorrufen."

Datenlage zum Drogenkonsum in Berlin ist unvollständig

Die Verwaltung möchte deshalb nicht nur wissen, wer Drogen konsumiert, sondern auch wo – und hat deshalb eine Befragung in der Berliner Clubszene in Auftrag gegeben. Eine wissenschaftliche Untersuchung zum Drogenkonsum in Clubs gibt es bislang nicht.

Insgesamt ist die Datenlage zum Drogenkonsum in Berlin unvollständig. In der Regel müssen sich Wissenschaftler dabei auf Angaben der Konsumenten verlassen, deren Antworten schwer zu überprüfen sind. Nach der letzten Suchthilfestatistik des Senates aus dem Jahr 2015 ist nach wie vor Alkohol die am meisten konsumierte ...

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