Passport Index: Japan hat freundlichsten Reisepass! Deutscher Pass auf Platz drei

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 2 Min.

Japan hat den freundlichsten Reisepass der Welt. Deutschland belegt im aktuellen Henley Passport Index Platz drei. Die schwächsten Pässe finden sich in Konfliktregionen wie Syrien und Afghanistan.

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Japan stellt die reisefreundlichsten Reisepässe aus. (Symbolbild: Getty Images)

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Ausgerechnet Japan, das ausländische Sportfans von den diesjährigen Olympischen Sommerspielen Corona-bedingt ausgeschlossen hat, stellt die weltweit reisefreundlichsten Reisepässe aus. Zu der Erkenntnis ist die Beraterfirma Henley & Partners gelangt, auf deren diesjährigem "Henley Passport Index" das Land den ersten Platz belegt.

Die reisefreundlichen Pässe

Demnach haben die Inhaber des japanischen Reisepasses die Möglichkeit, 193 Reiseziele der Welt visumfrei anzusteuern. Allerdings sei das nur ein theoretischer Wert, betont das Londoner Unternehmen laut Nachrichtenmagazin CNN in einer Stellungnahme. Der Index berücksichtige nicht die weltweiten Reiseeinschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie.

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Vor diesem Hintergrund belegt Singapur Platz zwei im "Passport Index". Der Reisepass des Stadtstaates erlaubt es den Inhabern, ohne Visum in 192 Länder zu reisen. Deutschland und Südkorea sichern sich mit 191 freien Reisezielen den dritten Rang. Auf dem vierten Platz folgen mit 190 Zielen Italien, Finnland, Luxemburg und Spanien. Die Australier und Dänen können ohne Einschränkung in 189 Länder reisen.

Verlierer und Gewinner

Das Schlusslicht im Ranking bildet der afghanische Reisepass auf Platz 110. Die Bürger des konfliktreichen Landes können nur in 26 Länder frei einreisen. Unwesentlich reisefreundlicher sind die Pässe im Irak (Platz 109 mit 28 Reisezielen) sowie in Syrien (Rang 108 mit 29 visumfreien Ländern), Pakistan (mit 32 Zielen auf Platz 107) und Jemen (Platz 106 mit 33 Ländern).

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Zu den Gewinnern gehört der chinesische Reisepass. Er kletterte Henley & Partners in zehn Jahren um 22 Plätze, von Rang 90 in 2011 auf 68 in diesem Jahr. Dagegen werden die britischen und US-amerikanischen Pässe offenbar immer schwächer. Hatten sie sich 2014 noch den ersten Platz geteilt, belegen sie nun mit 187 visumfreien Reisezielen den siebten Platz – zusammen mit den belgischen, schweizerischen und neuseeländischen Pässen.

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