Patienten fühlen sich oft unzureichend über Extras beim Zahnarzt informiert

Viele Patienten fühlen sich nur unzureichend über kostenpflichtige Extras beim Zahnarzt informiert. Dies geht aus einer am Donnerstag von mehreren Verbraucherzentralen veröffentlichten Befragung von tausend gesetzlich Krankenversicherten hervor.

Als häufigste Selbstzahlerleistungen wurden in der Umfrage der Verbraucherzentralen Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Berlin die professionelle Zahnreinigung, optisch ansprechenderer Zahnersatz und höherwertige genannt. Vier von zehn der Befragten gaben demnach an, vor Beginn der Behandlung nicht schriftlich über die Kosten einer Zusatzleistung informiert worden zu sein. Fast jeder Zweite hatte nicht wie vorgeschrieben eine schriftliche Kostenübernahme bestätigt.

Gut ein Drittel der Befragten beklagte demnach, nicht über mögliche Risiken der Zusatzleistung informiert worden zu sein. Und mehr als ein Viertel kritisierte, vor Behandlungsbeginn keine Information über die mögliche Kassenleistung bekommen zu haben. Zahnärzte sind verpflichtet, Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen anzubieten, zum Beispiel zuzahlungsfreies Amalgam statt einer Kunststofffüllung, eine Brücke anstelle eines Implantats oder eine Krone aus Nicht-Edelmetall statt aus Keramik.

Das Ergebnis der Befragung macht nach Ansicht der Verbraucherzentralen deutlich, dass Zahnärzte in vielen Fällen gegen ihre Pflichten verstoßen. "Viele Zahnärzte kommen offenbar ihren gesetzlichen Aufklärungspflichten über Zusatzkosten und gesetzliche Kassenleistungen nicht nach", kritisierten die Experten der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Kassenpatienten würden dadurch mit unnötigen Mehrkosten belastet.

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