Patriots für Türkei: NATO-Beschluss wohl kommende Woche

"Fortschritte" bei Suche nach Stationierungsorten

Die NATO will in Kürze über die Anfrage der türkischen Regierung zur Stationierung von Patriot-Raketensystemen im türkisch-syrischen Grenzgebiet entscheiden. Eine Entscheidung könne während des NATO-Außenministerrats am kommenden Dienstag und Mittwoch in Brüssel bekannt gegeben werden, verlautete aus Bündniskreisen.

NATO-Sprecherin Oana Lungescu sagte, "in den kommenden Tagen" werde die NATO auf das türkische Ersuchen antworten. Bei der Suche nach geeigneten Orten für die Patriot-Batterien gebe es "gute Fortschritte". Die NATO stehe der Anfrage aus Ankara "positiv" gegenüber. Die türkische Regierung selbst rechnet kommende Woche mit einem formellen Beschluss der NATO zur Stationierung der Patriot-Systeme.

Deutsche, niederländische und US-Experten waren am Montag in der Türkei eingetroffen, um gemeinsam mit türkischen Militärs nach Stationierungsorten für die Patriots zu suchen. Die Standortsuche konzentriert sich auf drei süd- und südosttürkische Grenzprovinzen, wie die Zeitung "Sabah" berichtet.

Die Türkei hatte am vergangenen Mittwoch bei der NATO formell die Stationierung von Patriot-Raketen an der Grenze zu Syrien beantragt. Der Bundestag soll im Dezember über den Einsatz deutscher Soldaten an der türkisch-syrischen Grenze entscheiden.

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