Pazifik-Anrainer arbeiten an Alternative zu Freihandelsabkommen TPP

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Videgaray

Nach dem Ausstieg der USA aus dem transpazifischen Freihandelsabkommen TPP wollen mehrere Pazifik-Anrainerstaaten einen Alternativvertrag auf die Beine stellen. "Wir haben uns entschlossen weiterzumachen", sagte Mexikos Außenminister Luis Videgaray am Mittwoch nach einem hochrangig besetzten Treffen in Chile. Der Rückzug eines "sehr wichtigen Mitglieds von TPP" biete "neue Möglichkeiten, ergänzte er mit Blick auf die USA.

Die elf anderen TPP-Unterzeichnerstaaten und Vertreter aus China und Südkorea einigten sich bei dem zweitägigen Treffen laut Videgaray darauf, dass künftige Handelsabkommen dieselbe "hohe Qualität" oder gar eine höhere als TPP haben müssten. Bis zum Abschluss eines solchen Vertrags dürften aber nicht Jahre vergehen; er müsse vielmehr "kurzfristig" vereinbart werden.

TPP war im vergangenen Jahr von zwölf Pazifik-Anrainern unterzeichnet worden, die zusammen für rund 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung stehen. US-Präsident Donald Trump besiegelte aber im Januar nur wenige Tage nach seinem Amtsantritt den Ausstieg seines Landes aus dem Freihandelsabkommen, das auch als Gegengewicht zu China gedacht war. Nun könnte die Volksrepublik die USA bei einem ähnlichen transpazifischen Abkommen ersetzen.

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