Per pedes und per App: Im Einsatz für gute Fußgängerwege

Berlin (dpa/tmn) - Ob zur Bahn, zum Auto oder zum Supermarkt: Im Alltag kommt man um zahlreiche Wege zu Fuß einfach nicht herum. Und am Wochenende darf bei vielen auch der Sonntagsspaziergang nicht fehlen.

Diese notwendigen Gänge und freiwilligen Promenaden lassen sich nutzen, um über den «GehCheck» des Fachverbands Fußverkehr Alltags-Ärgernisse für Fußgänger zu melden: zu schmale Bürgersteige, zu kurze Grünphasen an Ampeln oder lose Steine und Platten, die zu gefährlichen Stolperfallen werden können.

Auch Lösungsvorschläge sind gefragt

Alle identifizierten Problem- und Gefahrenstellen sowie Hindernisse lassen sich über die App «GehCheck» mit Standort, Foto sowie Lösungsvorschlägen dokumentieren und teilen.

Das führt zwar nicht zur sofortigen Behebung des jeweiligen Ärgernisses. Zu sehen sind die Hinweise aber auf einer Deutschlandkarte im Netz, auf der Nutzerinnen und Nutzer auch gezielt Meldungen vor der eigenen Haustür und in der Umgebung suchen können.

Beschweren für die Forschung

Die gesammelten Meldungen sollen langfristig die Geh-Qualität verschiedener Orte sichtbar machen und Kommunen sowie Planungsbüros zeigen, an welchen Orten sie dem Fußverkehr mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Stichwort: Citizen-Science. Bürger sammeln Daten für die Forschung - und bekommen hoffentlich künftig bessere Fußwege.

Wer selbst auch dokumentieren möchte, muss die kostenlose App, die vom Umweltbundesamt gefördert wird, für Android oder iOS installieren und sich mit einer E-Mail-Adresse anmelden.

Übrigens: Via «GehCheck»-App lässt sich nicht nur nörgeln. Es können hier auch vorbildhafte Fußgängerstrecken gezeigt und gelobt werden, sollte man ihnen über den Weg laufen.

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