Personalmangel: Organisation der Standesämter soll verbessert werden

Die Bezirke wollen gegen dne Personalmangel in den Standesämtern vorgehen - und die Wartezeiten verkürzen.

Die akute Unterbesetzung in Berliner Standesämtern wie in Pankow, Mitte oder Lichtenberg war am Freitag Thema einer Gesprächsrunde, zu der sich Sabine Smentek (SPD), Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Inneres, mit Stadträten für Bürgerdienste aus den Bezirken traf. "Die Probleme sind erkannt, in der Senatsverwaltung soll jetzt nach Lösungen gesucht werden", berichtete Sebastian Maack (AfD), Stadtrat aus Reinickendorf, nach dem Treffen.

Während Reinickendorf bereits Personal aus anderen Abteilungen zur Verstärkung ins Standesamt geschickt hat und man dort auf eine Sterbeurkunde im Durchschnitt nur noch zwei Wochen wartet, müssen Pankower darauf momentan noch rund sechs Wochen warten. Paare, die ihre Hochzeit anmelden wollen, brauchen noch mehr Geduld.

Der Krankenstand im Standesamt beträgt in Pankow nach Auskunft des zuständigen Stadtrates Vollrad Kuhn (Grüne) inzwischen sogar 60 Prozent. Kuhn erklärt sich das "durch die Notsituation und die Überlastung" der Mitarbeiter. Insgesamt gebe es 22 Stellen, darunter zwölf Beamtenstellen. Drei Stellen sollen demnächst besetzt werden. "Die Senatsverwaltung hat den Hilferuf gehört. Es wird jetzt überlegt, ob die Ausbildung der Standesbeamten, die an einer Akademie nahe Fulda erfolgt, möglicherweise auch an der Berliner Verwaltungsakademie erfolgen kann", berichtete Kuhn. Außerdem sollen die Abläufe in den Standesämtern untersucht werden, welche Vorgänge wie von wem bearbeitet werden. Es solle geschaut werden, ob dort Verbesserun...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen