Peter Bergers satirischer Wochenrückblick: Die Rückkehr des Müll-Hais

Peter Berger schaut auf die Woche zurück.

Hätte es diesen Müll-Hai schon vor 15 Jahren gegeben, Kölns Stadtgeschichte wäre vielleicht anders verlaufen. Aber damals war die Technik halt noch nicht so weit.

Da musste Norbert Rüther, Boss der einst mächtigen SPD-Fraktion im Stadtrat, noch höchstpersönlich in die Schweiz fahren, um die Schmiergelder eines Müll-Hais namens Hellmut Trienekens zu stückeln und in der Parteikasse zu recyceln. Lang lang ist’s her.

Siebenfache Menge an Müll wird verarbeitet

Immerhin: Die Abfallwirtschaftsbetriebe haben aus der Geschichte gelernt. Sie schaffen jetzt einen neuen Müll-Hai an. Solargetrieben presst er den Abfall dermaßen zusammen, dass der die siebenfache Menge schlucken und verdauen kann. Das muss man sich mal vorstellen.

Hätte Kölns SPD-Boss schon damals auf die Dienste dieses Solar-Presshais zurückgreifen können, der übrigens ein Schweizer Qualitätsprodukt ist, er hätte die Trienekens-Millionen auf Brieftaschenformat zusammenpressen können und nicht mit diesen lästigen Aktenkoffern durch die Gegend fahren müssen. Pressen statt stückeln. So geht das heute.

Kölner SPD hat sich über Jahre selbst verdichtet

Es ist alles anders gekommen. Die Kölner SPD hat sich über Jahre bis zur Unkenntlichkeit selbst verdichtet und demnächst werden elf Müll-Haie das Stadtbild verzieren, von denen ein jeder 10.000 Euro kostet. Das ist jetzt nicht billig, dafür kann der Press-Hai aber auch jederzeit so gedreht werden, dass die Solarzelle im bestmöglichen Winkel zur Sonne ausgerichtet ist. Das ist für eine optimale Abfall-Verdichtung von enormer Bedeutung.

So. Und bevor irgendeiner auf die Idee kommt, die elf Press-Haie mit den Namen verdienter ehemaliger SPD-Politiker und Müllmännern zu versehen, verdichten wir das lange Wochenende, an dem in vielen Kirchengemeinden der Weiße Sonntag selbst zwei Wochen nach Ostern recycelt werden muss, mit dem Tag der Arbeit zu einem großen gemeinsamen Fest. Brüder, zur Sonne, zur Freizeit!...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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