Serie: Neue Staffel „Babylon Berlin“: Feiern, bis die Blase platzt

Berlin. Es beginnt gleich mit einem Paukenschlag. Zu Beginn der dritten Staffel „Babylon Berlin“ taumelt ein verstörter Kommissar Rath (Volker Bruch) durch ein Gebäude im Chaos. Papiere segeln durch die Luft, Menschen laufen panisch umher oder setzen sich eine Pistole an den Kopf. Ein Mann erhängt sich sogar direkt vor Rath.

Man braucht eine Weile, bis man ahnt, was sich hier abspielt: Es ist der Börsencrash vom Oktober 1929. Rath ist mittendrin. Und wird beim Versuch, aus der Berliner Börse zu kommen, von weiteren ruinierten Anlegern überrannt. Es sind Bilder einer Apokalypse, mit denen die Staffel startet. Sofort ist man wieder im Sog dieser Serie. Auch wenn die Handlung dann um Wochen zurückspringt und man lange nicht weiß, wie es zu dem Alptraum kam.

Babylon Berlin - Ein Sittenbild der wilden 20er-Jahre

Ein Cliffhanger nicht erst am Ende, sondern schon zu Beginn: So begann schon die erste Staffel dieser Serie, die locker auf den Kriminalromanen von Volker Kutscher beruht und im Herbst 2017 auf Sky und ein Jahr später in der ARD für Furore sorgte. Die bislang teuerste deutsche Serie, die internationalen Standards gerecht wird: ein Hit, in über 100 Länder verkauft.

Es wird wieder nichts mit der Liebe zu Rath: Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) bändelt vielmehr mit einer Tänzerin an. : ©Frédéric Batier, X Filme Creative Pool, ARD Degeto, WDR, SKY, Beta Film 2019

Die ersten zwei Staffeln gaben einen wilden, hektischen Rhythmus vor, der in das vibrierende, ausschweifende, aber auch unruhig brodelnde Berlin der 20er-Jahre entführte. Staffel Drei – die am 24. Januar auf Sky startet, aber erst im Herbst in der ARD läuft – beginnt etwas gemächlicher, spielt auch nicht mehr an so vielen sp...

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