PeWoBe: Flüchtlingsheime: Streit mit privatem Betreiber eskaliert

Die Firma des Unternehmers Helmuth Penz, früher PeWeBo, wollte 300 Menschen auf die Straße setzen.

Der Streit zwischen der Berliner Senatsverwaltung für Soziales und dem früher zum Imperium des Unternehmers Helmuth Penz gehörenden Flüchtlingsheimbetreiber ist eskaliert. Die Firma mit dem Namen Berlin Castle, unter der Penz' ehemaliges Unternehmen PeWoBe inzwischen firmiert, wollte alle Bewohner, für die das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) zuständig ist, aus den letzten noch verbliebenen Heimen rauswerfen. Deshalb musste das Landesamt am Dienstag und Mittwoch kurzfristig 320 Flüchtlinge aus der Scharnweberstraße in Reinickendorf und der Bühringstraße in Weißensee in andere Unterkünfte bringen. Geflüchtete, die anerkannt sind und für die deswegen die Bezirke die Kosten tragen, dürfen vorerst bleiben.

Hintergrund der Eskalation ist der seit Jahren schwelende Konflikt zwischen der Sozialverwaltung und der PeWoBe. Wegen Qualitätsmängeln in der Betreuung, unklaren Abrechnungen und rassistischen E-Mails führender Mitarbeiter hatte noch der ehemalige Sozialsenator Mario Czaja (CDU) die Zusammenarbeit auslaufen lassen. Ende Februar kündigte das LAF nun mit dem Segen der neuen Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) die Zusammenarbeit endgültig auf. Normalerweise bemühen sich die Beteiligten in einem solchen Fall um einen sanften Übergang von einem Betreiber zum nächsten. Diesmal drohte Berlin Castle dem Vernehmen nach aber, die Flüchtlinge per Bus zum Sitz des LAF zu fahren.

Die Sozialverwaltung streitet seit Monaten mit der Berlin Castle beziehungsweise der PeWoBe um...

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