Pflegeeinrichtung: Multikulti im neuen Seniorenhaus in Mülheim

Die Pflegeeinrichtung an der Tiefentalstraße verfolgt einen kultursensiblen Ansatz.

Die erste multikulturelle Senioren-Pflegeeinrichtung wurde jetzt in Mülheim vorgestellt. Mit einer kleinen Feier eröffneten die Sozialbetriebe Köln (SBK) im städtischen Senioren- und Behindertenzentrum in der Tiefentalstraße ihr neues Haus 1. Hier leben türkisch sprechende und deutsche Bewohner in gemischten Wohngruppen.

Nach der Errichtung eines Heims in Buchforst vor wenigen Jahren ist das der zweite Neubau den wir im Stadtbezirk Mülheim errichtet haben“, sagte SBK-Geschäftsführer Otto Ludorff. Allerdings seien keine neuen Heimplätze entstanden. Ein altes Gebäude wurde abgerissen, um es durch ein neues zu ersetzen. Die SBK planen nun ein weiteres Bauprojekt am Standort Mülheim. Ludorff: „Wir bauen den Altbau an der Tiefentalstraße so um, dass seniorengerechte Wohnungen entstehen.“

Wohngruppen gegen Vereinsamung

„Ich glaube, dass Wohngruppen eine gute Form sind der Vereinsamung vorzubeugen“, sagte Ossi Helling, Aufsichtsratsvorsitzender der SBK. Und da die Sozialbetriebe seit 2008 auf sogenannte kultursensible Pflege – Menschen mit ausländischen Wurzeln werden von muttersprachlichen Mitarbeitern betreut und erhalten die Möglichkeit, nach ihren Traditionen zu leben – setzen, wurden auch hier die Voraussetzungen geschaffen.

Renate Jülicher, Leiterin des Mülheimer Zentrums, beschreibt die Besonderheiten ihres neuen Hauses näher: „Muslime haben hier ihren eigenen Gebetsraum, und die Besuchsräume sind etwas größer als üblich.“ Schließlich seien türkische Familien in der Regel größer als deutsche.

Weiterhin verfüge der dreigeschossige Bau über 80 Einzelzimmer und in jeder Etage über zwei Wohngruppen, die je einen Tagesraum nutzen. Jülicher: „Die Wohngruppen sind bunt gemischt. Die Nachbarschaften entstehen je nachdem, wie es sich bei der Belegung ergibt.“

Mülheims Bürgeramtsleiterin Susanne Hohenforst lobte den kultursensiblen Ansatz: „Integration hat im Multikulti-Stadtteil Mülheim einen besonderen Stellenwert.“ So sei es gut, nicht nur spezielle Räume zur Verfügung zu stellen, sondern auch muttersprachliche Betreuung anzubieten....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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