Pflegekräfte in Heimen und Kliniken bekommen neuerlichen Corona-Bonus

Die in der Corona-Pandemie besonders belasteten Pflegekräfte in Altenheimen und Krankenhäusern erhalten abermals eine Bonuszahlung, die ihre besonderen Leistungen in der Corona-Pandemie honorieren soll. Nach dem Bundestag billigte am Freitag auch der Bundesrat das Pflegebonusgesetz. Die nach Qualifikation, Arbeitszeit und Nähe zur Versorgung gestaffelte Prämie ist steuer- und abgabenfrei.

Maximal 550 Euro erhalten Vollzeitbeschäftigte in der direkten Altenpflege und Betreuung. Bis zu 370 Euro bekommen Beschäftigte, die für Einrichtungen der Altenpflege tätig sind und mindestens 25 Prozent ihrer Arbeitszeit für Pflegebedürftige aufwenden.

Deutlich mehr bekommen Fachkräfte in den Krankenhäusern, die besonders wegen der Corona-Pandemie belastet sind. Hier soll der Betrag bei etwa 1700 Euro liegen, bei Mitarbeitern auf den Intensivstationen sogar bei rund 2500 Euro.

Die Mittel für die Krankenhäuser sollen an insgesamt 837 Kliniken verteilt werden, die zwischen Januar und Dezember vergangenen Jahres mehr als zehn coronabedingte Beatmungsfälle hatten. Auch Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Helfer im freiwilligen sozialen Jahr und Leiharbeitnehmer sowie Mitarbeiter von Servicegesellschaften, die in der Alten- bzw. Langzeitpflege tätig sind, erhalten einen Bonus.

Die Bundesregierung stellt dafür insgesamt eine Milliarde Euro zur Verfügung - davon sollen jeweils 500 Millionen Euro an die Krankenhäuser und an die Pflegeeinrichtungen gehen.

Ausgezahlt werden soll der Bonus ab dem 30. Juni und spätestens bis zum 31. Dezember 2022 über die Arbeitgeber. Profitieren sollen Beschäftigte von Pflegediensten und Pflegeheimen, die zwischen dem 1. November 2020 und dem 30. Juni 2022 für mindestens drei Monate in der Altenpflege tätig waren und am 30. Juni 2022 noch beschäftigt sind.

pw/jm

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