Pflegereform: Neues Gesetz ist ein Quantensprung für die Pflege

Die Suche nach Personal bleibt das größte Problem für die Sozialunternehmen. Auch Helfer werden von den Diensten verzweifelt gesucht.

Mit der Politik ist Uwe Mahrla diesmal ziemlich zufrieden. Das neue Gesetz zur Pflege, das ab diesem Jahr gilt, bringt aus Sicht des Pflege-Managers deutliche Verbesserung für die Pflegebedürftigen. "Zum 1. Januar haben wir einen Quantensprung erlebt", sagt der Geschäftsführer der Sozialdienste der Volkssolidarität Berlin.

Mit 700 Mitarbeitern betreut seine gemeinnützige GmbH Pflegefälle sowohl ambulant als auch in mehreren Heimen. Die ambulante Pflege werde "finanziell aufgewertet", vor allem Menschen mit "psychischen Einschränkungen" wie Demenz würden "besser gestellt" als früher, so der Profi. Angehörige könnten mit den erhöhten Zuschüssen der Pflegekassen deutlich mehr Leistungen bei professionellen Anbietern hinzukaufen als bisher. Wer heute im neuen Pflegegrad 3, bisher Pflegestufe 2, eingestuft sei, dem stehen 1298 Euro für die häusliche Pflegehilfe zu. "Dafür kann von Montag bis Freitag eine Grundversorgung gesichert werden", kalkuliert der Sozialmanager.

Angehörige tragen die Hauptlast bei der Versorgung

Das sind gute Nachrichten für Tausende Berliner, die ihre Eltern oder Großeltern zu Hause versorgen. Denn nur ein Viertel der Pflegebedürftigen lebt in einem Heim. Und nur wiederum ein weiteres Viertel wird von Profis betreut. Bei der Hälfte der Menschen tragen Angehörige, Freunde oder Nachbarn die Hauptlast. Sie können sich nun mehr Unterstützung beschaffen. Zudem gibt es einen Entlastungsbetrag von bis zu 125 Euro monatlich. Mit diesem Geld soll etwa ein Demenzkranker...

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