Pfund stabil, FTSE 100 runter, Inflation rauf – wieviel Unsicherheit verträgt Grossbritannien?

Sechseinhalb Monate währte das Hoch des Pfund Sterling allen Unkenrufen zum Trotz. Mittlerweile stabilisierte sich das Pfund nach kurzen Turbulenzen wegen der Bekanntgabe der Neuwahlen heute bei 1 Euro 1941. Nur der der Footsie gab weiter nach – gestern verlor der wichtigste britische Index knapp 2,5 Prozent, heute weitere 0,46 Prozent.

Laith Khalaf, Senior Analyst bei Hargreaves Lansdown meint:

“Im Moment wird mit einer gestärkten konservativen Regierung gerechnet, darauf werden die Märkte positiv reagieren. Wenn wir aber etwas gelernt haben, dann dass das Ergebnis solcher politischen Entscheidungen unvorhersagbar ist. Und der Wahlkampf beginnt ja erst.”

Eine Konsumentenbefragung zeigte, das die Inflation die britischen Haushalte im vergangenen Monat weiter belastet hat, das Leben wird teurer in Grossbritannien. IHS Markit teilte am Mittwoch mit, sein Kaufkraftindex sei von 43,1 im März auf 42,5 im April gesunken, einen der niedrigsten Werte seit Mitte 2014.

Das Theresa May an die Stärkung ihrer Verhandlunsgposition glaubt, stößt bei Ökonomen auf ein eher geteiltes Echo. Jede längere Ungewissheit tue der Wirtschaft Großbritannien sicher nicht gut. Neuwahlen könnten zu einer deutlichen Verzögerung der Brexit-Verhandlungen führen und die britische Position gegenüber der Europäischen Union nicht stärken, sondern schwächen.

#TheresaMay: Ziel der #Neuwahlen nicht “Blankoscheck”, sondern Stärkung der Regierung für #Brexit-Verhandlungen https://t.co/PSQ9xmVS5q pic.twitter.com/3DZNyoC8×3— DW | Politik (@dw_politik) 19. April 2017

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