Philippinischer Box-Star Pacquiao zieht sich aus dem Ring zurück

·Lesedauer: 1 Min.
Manny Pacquiao (AFP/Ted ALJIBE)

Zehn Tage nach der Ankündigung seiner Präsidentschaftskandidatur hat der philippinische Box-Star Manny Pacquiao mitgeteilt, dass er sich aus dem Ring zurück zieht. Diese Entscheidung sei ihm sehr schwer gefallen, erklärte der 42-Jährige am Mittwoch in einer Video-Botschaft im Onlinedienst Twitter. Pacquiao hatte vergangene Woche bekannt gegeben, dass er bei der Präsidentschaftswahl im Mai 2022 den bisherigen Staatschef Rodrigo Duterte ablösen wolle.

"Es ist schwierig für mich zu akzeptieren, dass meine Zeit als Boxer vorbei ist", sagte Pacquiao in seiner Video-Botschaft mit Blick auf seine jahrzehntelange Karriere als Profi-Boxer. Diese hatte er 1995 begonnen, für ihn war sie der Weg aus der Armut zu großem Reichtum. Am 22. August musste er allerdings in Las Vegas gegen den Kubaner Yordenis Ugas eine Niederlage einstecken.

Schon 2010 war Pacquiao auf die politische Bühne getreten. Er ließ sich zunächst als Abgeordneter, 2016 dann auch als Senator wählen. Aufgrund seines Aufstiegs aus armen Verhältnissen genießt er in der Bevölkerung starken Rückhalt.

Kritiker bemängeln, dass Pacquiao Dutertes harten Kampf gegen Drogendealer und dessen homophobe Ansichten unterstützt hat. Pacquiao verspricht nun, dass er sich dem Kampf gegen Armut und gegen Korruption widmen werde.

ao/yb

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.