Philologenverband fordert Leihcomputer für alle Schüler

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Philologenverband fordert Leihcomputer für Schüler

Der Deutsche Philologenverband hat wegen der Corona-Krise die flächendeckende Ausgabe von Leihcomputern an Schüler gefordert. Die Schulen sollten die Geräte im Klassensatz verleihen, "damit alle das gleiche Endgerät haben", verlangte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing in der "Welt am Sonntag". Finanziert werden solle dies mit Mitteln aus dem Digitalpakt.

Der Verband geht davon aus, dass trotz der bevorstehenden Wiederöffnung der Schulen für einige Klassen der Großteil der Schüler noch einige Monate zu Hause unterrichtet werden wird. "Dafür brauchen alle Schüler einen Computer", sagte Lin-Klitzing. In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Kritik gegeben, weil gerade Schüler aus einkommensschwächeren Haushalten statt eines PC oder Laptop allenfalls ein Smartphone zur Verfügung haben oder sich Endgeräte mit Geschwistern und Eltern teilen müssen.

Geld für die Beschaffung und Ausgabe von Leihgeräten sei im Digitalpakt für die Schulen vorhanden, sagte Lin-Klitzing. Von den bereitgestellten fünf Milliarden Euro seien bisher erst 40 Millionen Euro abgerufen worden. Allerdings müssten die Bedingungen für die Vergabe der Mittel geändert werden, verlangte der Philologenverband, denn bisher dürften davon nur 20 Prozent für digitale Endgeräte ausgegeben werden. Diese Deckelung müsse Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) aufheben.