Piloten schlafen ein, Flugsicherung löst Terroralarm aus

·Freier Autor für Yahoo

Die Flugsicherung von Marseille löste vor einem Monat Terroralarm aus. Eine Maschine von ITA Airways hatte nicht auf Funksprüche reagiert. Es handelte sich aber nicht um eine Flugzeugentführung, die Piloten waren eingeschlafen.

Silhouette of a landing aircraft with a cloudy background after the sunset. The passenger jet is a dark shape against the colorful clouds. ITA Airways Airbus A320 aircraft as seen on final approach flying and landing at Amsterdam Schiphol Airport AMS EHAM. The arriving airplane has the registration EI-DTK and the older paint livery of Alitalia. ITA Airways -Italia Trasporto Aereo is the state owned flag carrier of Italy as a successor of Alitalia that commenced operations on 15 October 2021 fully owned by the Government of Italy via their Ministry of Economy and Finance. ITA is a member of SkyTeam aviation alliance group. The aviation industry and passenger traffic is phasing a difficult period with the Covid-19 coronavirus pandemic having a negative impact on the travel business industry with fears of the worsening situation due to the new Omega variant mutation. Amsterdam, the Netherlands on January 5, 2022 (Photo by Nicolas Economou/NurPhoto via Getty Images)
Beide Piloten sollten auf keinen Fall gleichzeitig schlafen, selbst wenn es schon spät ist und der Flug schon lange dauert. (Bild: Nicolas Economou/NurPhoto via Getty Images)

Zwei Piloten der italienischen Fluggesellschaft ITA Airways probierten es mit Gemütlichkeit und legten während der Arbeit, also mitten im Flug ein Nickerchen ein. Dabei ließen sie sich durch nichts stören – nicht einmal durch die Anrufe der Flugsicherung, die daraufhin Terroralarm auslöste.

Laut der italienischen Zeitung "La Repubblica" ereignete sich der Vorfall am 1. Mai dieses Jahres während des Flugs von New York nach Rom. Als sich der Airbus 330 rund 11.500 Meter über Frankreich befand, soll im Cockpit eine etwa zehnminütige Stille geherrscht haben. Der Grund: Mutmaßlich schliefen Kapitän und Erster Offizier tief und fest.

Unkontrollierte Erholung über den Wolken

Während sich die Piloten über den Wolken erholten, herrschte unter den Lotsen darunter hektisches Treiben. Mehrfach versuchte die Flugsicherung von Marseille die Piloten anzurufen – vergeblich. Die ausbleibende Reaktion führte zu Verdacht und Entscheidungen. Die französischen Behörden vermuteten eine Flugzeugentführung und wollten schon zwei Kampfflugzeuge entsenden.

USA: Neunjährige überlebt Angriff durch Puma

Dazu kam es jedoch nicht, die Piloten wachten vorher auf. Spät, aber nicht zu spät. Ein besonders böses Erwachen erlebte der Kapitän, er wurde nach dem Vorfall entlassen. Dass er etwas falsch gemacht, bestreitet er aber. Er hätte während des Flugs nicht geschlafen, beteuert er, vielmehr gab es Probleme mit dem Kommunikationssystem.

Für den Ersten Offizier hat die Sache wohl kein Nachspiel. Sein Nickerchen war rechtens, er hätte sich in einer so genannten "Controlled Rest" befunden, berichtet "La Repubblica". Die geriet hier offenbar außer Rand und Band. Eine "kontrolliere Erholung" ist nur einem der Piloten gestattet, der andere muss währenddessen wach bleiben – und eben weiter das Flugzeug kontrollieren.

VIDEO: Alle 22 Insassen nach Flugzeugabsturz in Neapel tot geborgen

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.