Pistorius will Bundeswehr als Verteidigungsminister "stark machen"

Der designierte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat eine enge Zusammenarbeit mit den Soldatinnen und Soldaten bei der Reform der Bundeswehr versprochen. Er wolle die Bundeswehr "stark machen für die Zeit, die vor uns liegt", sagte Pistorius am Dienstag in Hannover.

Er wurde demnach erst am Montag von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gebeten, das Amt zu übernehmen. Dies sei für ihn "sehr überraschend" gekommen.

Die bisherige Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) war am Montag nach nur 13 Monaten im Amt angesichts anhaltender Kritik zurückgetreten. Scholz kündigte dann am Dienstag an, dass der bisherige niedersächsische Innenminister Pistorius ab Donnerstag das Amt übernehmen werde.

Er habe "Demut und Respekt vor einer so gewaltigen Aufgabe", sagte Pistorius. "Die Aufgaben, die vor der Truppe liegen, sind gewaltig." Er wolle sich "vom ersten Tag an mit 150 Prozent in diese Aufgabe reinstürzen".

Die Bundeswehr müsse sich "auf eine neue Situation einstellen, die mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine entstanden ist", sagte Pistorius. "Mir ist wichtig, die Soldatinnen und Soldaten ganz eng in diesem Prozess zu beteiligen und sie mitzunehmen". Die Truppe könne sich darauf verlassen, "dass ich mich, wann immer es nötig ist, vor sie stellen werde".

Pistorius betonte, als langjähriger Innenminister in Niedersachsen sei er "immer sehr dicht dran" an Bundeswehr-Fragen gewesen. Er verwies dabei unter anderem auf die Zusammenarbeit mit dem Militär im Katastrophenschutz.

mt/bk