Pläne für Parkstadt Süd: Suche nach neuem Standort für Großmarkt geht weiter

CDU schlägt ein Grundstück nördlich von Volkhoven/Weiler als Alternative vor.

Der Frust muss ganz schön tief sitzen. In einer für Rodenkirchener Verhältnisse eher zügigen Sitzung diskutierten die Bezirkspolitiker lange und heftig über die Verlagerung des Großmarktes. „Seit 15 Jahren hat sich so gut wie nichts getan“, sagte Christoph Schykowski, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rodenkirchener Rathaus.

Neuer Standort vom Großmarkt Voraussetzung für neues Quartier

Die Voraussetzung dafür und für das neue Quartier Parkstadt Süd mit Grüngürtelverlängerung, von Baudezernent Franz-Josef Höing gerne als Jahrhundertprojekt bezeichnet, ist ein neuer Standort für den Großmarkt. Allerdings stockt die Suche. Ursprünglich war der Umzug für 2020 geplant. Wohin ist aber weiter völlig unklar, eine Verschiebung des Termins deshalb wahrscheinlich.

Was aber können die Rodenkirchener Politiker tun? Zwar liegt ein Großteil der Fläche südlich an die Innenstadt angrenzend in ihrem Stadtbezirk. Sowohl Großmarkt als auch das neue Stadtquartier sind aber für die gesamte Stadt wichtig – und deshalb ist der Rat zuständig.

Nachdem die Rodenkirchener auf Initiative der Sozialdemokraten in der vorigen Sitzung mehr Informationen von der Verwaltung gefordert hatten, wollte die CDU nun einen Schritt weitergehen. Ihr Antrag, für den sich am Ende keine Mehrheit fand, zielte auf den Rat. Er soll den Händlern auf dem Großmarkt einen Verbleib bis 2023 ermöglichen und ein Grundstück nördlich von Volkhoven/Weiler als Alternative für einen neuen Großmarktstandort prüfen lassen.

Händler müssen planen können

„Wir wollen signalisieren, dass es weiter gehen muss“, sagte Schykowski. „Die Händler müssen planen, Kredite aufnehmen. Dafür brauchen sie eine Perspektive von mindestens fünf Jahren“, sagte seine Parteifreundin Constanze Aengenvoort.

Die anderen Fraktionen hielten das Vorgehen für wenig konstruktiv. Als die CDU-Vertreter merkten, dass eine Mehrheit nicht in Sicht kam, beantragten sie die Vertagung ihres Vorschlags. Das lehnten die anderen Parteien jedoch einhellig ab, bevor sie den Vorschlag endgültig zurückwiesen. „Das ist ein Antrag für die Galerie“, sagte FDP-Vertreter Daniel in ungewohnter Deutlichkeit. Er verwies auf die Position der CDU im Rat, die einer Verschiebung skeptisch gegenüberstehe.

Vorwürfe zwischen Ratskollegen

Manfred Giesen von den Grünen warf den Konservativen vor, sich mit den Ratskollegen nicht abzusprechen. Die Grünen-Ratsfraktion habe ihm zu verstehen gegeben, dass ein solcher Vorstoß aus dem Bezirk als Affront gewertet werden würde. Bezirksbürgermeister Mike Homann, SPD, kritisierte den Vorschlag für einen neuen Standort im Stadtbezirk Chorweiler. Der überschreite die Kompetenzen des Bezirksparlaments bei Weitem.

Schykowski warf den anderen Parteien daraufhin vor, nicht hinter dem Projekt zu stehen. SPD-Vertreter Jörg Klusemann schlug schließlich vor, die von der Stadtverwaltung angekündigten Informationen im April abzuwarten. „Wenn die nicht zu Potte kommen, können wir gerne einen gemeinsamen Antrag verabschieden“, bot er an....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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