Pläne: Krankenhaus in der City West soll 2021 schließen

Stationen der Franziskus-Klinik sollen ins Tempelhofer St. Joseph umziehen. Kein Stellenabbau geplant.

Das Franziskus-Krankenhaus an der Budapester Straße (Tiergarten) soll im Jahr 2021 geschlossen werden. Das sehen Pläne des Klinikträgers Elisabeth Vinzenz Verbund (EVV) vor. Die Stationen mit derzeit 120 genutzten Betten und die Funktionsbereiche wie OP-Säle und Radiologie sollen in das St.-Joseph-Krankenhaus an der Wüsthoffstraße (Tempelhof), das ebenfalls dem EVV gehört, integriert werden. Es ist geplant, dafür die Tempelhofer Klinik auszubauen. Das Haus an der Budapester Straße soll dann zu einem Medizinischen Versorgungszentrum mit Arztpraxen für die ambulante Behandlung sowie einer Reha-Klinik umgestaltet werden. "Alle Arbeitsplätze des Franziskus-Krankenhauses bleiben an den beiden Standorten erhalten", betonte der Geschäftsführer der beiden Krankenhäuser, Tobias Dreißigacker. Die Konditionen der Arbeitsverträge blieben unverändert. Im Franziskus-Krankenhaus sind derzeit 54 Ärzte und rund 200 Pflegekräfte beschäftigt. Die Planung kann aber nur umgesetzt werden, wenn Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) sie genehmigt.

Die Umstrukturierung sei vor allem wegen des Sanierungs- und Investitionsstaus im Franziskus-Krankenhaus in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro notwendig, erläuterte Sven U. Langner, Geschäftsführer des katholischen Elisabeth Vinzenz Verbundes. Zudem schreibt das Haus rote Zahlen. Der EVV hatte es Ende 2015 übernommen – um eine drohende Schließung zu verhindern, wie er betont. Unter dem vorherigen Eigentümer, dem ebenfalls kathol...

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