Polen: Angriff auf Hilfskonvoi stellt Solidarität mit Israel "auf harte Probe"

Der polnische Regierungschef Tusk hat den tödlichen israelischen Angriff auf einen Hilfskonvoi im Gazastreifen scharf kritisiert. Der "tragische Angriff" auf humanitäre Helfer stelle die Solidarität mit Israel "auf eine harte Probe". erklärte Tusk. (-)
Der polnische Regierungschef Tusk hat den tödlichen israelischen Angriff auf einen Hilfskonvoi im Gazastreifen scharf kritisiert. Der "tragische Angriff" auf humanitäre Helfer stelle die Solidarität mit Israel "auf eine harte Probe". erklärte Tusk. (-)

Der polnische Regierungschef Donald Tusk hat den tödlichen israelischen Angriff auf einen Hilfskonvoi im Gazastreifen scharf kritisiert. Der "tragische Angriff" auf humanitäre Helfer sowie die öffentliche Reaktion der israelischen Regierung stellten die Solidarität mit Israel "auf eine harte Probe", erklärte Tusk am Mittwoch im Onlinedienst X. Der Vorfall erzeuge "verständlichen Zorn", erklärte Tusk an Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu gerichtet.

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen waren am Montag sieben Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Central Kitchen (WCK) getötet worden, darunter ein Pole. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach am Dienstag von einem "tragischen Zwischenfall", bei dem das israelische Militär "unbeabsichtigt" unschuldige Menschen im Gazastreifen getroffen habe. Eine Entschuldigung für den Vorfall sprach Netanjahu jedoch nicht aus.

WCK hatte seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen im Oktober Nahrungsmittelhilfe an die Bewohner des Palästinensergebiets verteilt und war maßgeblich an der Organisation von Hilfslieferungen auf dem Seeweg beteiligt. Nach dem Angriff vom Montag kündigte die Organisation die Einstellung ihrer Arbeit im Gazastreifen an. Nach Angaben Zyperns kehrte ein Schiff mit 240 Tonnen für den Gazastreifen bestimmten Hilfsgütern daraufhin am Dienstag um.

gt/jes