Polen will Gesundheitsausgaben und Gehälter nach Ärzteprotesten erhöhen

Nach Protesten von Medizinern erhöht die polnische Regierung die Gesundheitsausgaben und Arztgehälter. Der neue Gesundheitsminister Lukasz Szumowski erzielte am Donnerstag eine Einigung in dem seit Monaten schwelenden Konflikt mit den Medizinern. Die Ausgaben für das Gesundheitswesen sollen bis 2024 von derzeit 4,7 auf sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) angehoben werden. Ursprünglich sollte dieses Ziel ein Jahr später erreicht werden.

Im Gegenzug müssen Ärzte nach ihrer Facharztausbildung mindestens zwei Jahre in Polen arbeiten. Mit den Maßnahmen soll verhindert werden, dass junge polnische Ärzte in westliche Staaten abwandern, wo sie mehr Geld verdienen.

Dutzende Assistenzärzte hatten im vergangenen Oktober mit einem einmonatigen Hungerstreik gegen Missstände im polnischen Gesundheitswesen protestiert. Später setzten tausende Ärzte den Protest fort, indem sie sich weigerten, Überstunden zu leisten. Die Ärzte forderten eine Erhöhung der Gesundheitsausgaben auf 6,8 Prozent des BIP binnen drei Jahren.

Derzeit verdienen Assistenzärzte in Polen zwischen 500 und 700 Euro im Monat. Viel machen deswegen Überstunden, um ihr Gehalt aufzubessern.

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