Polit-Talk in der Tram - Nach drei Jahren Koalition: Reiter will CSU davonfahren

Florian Zick

Seit ziemlich genau drei Jahren arbeiten SPD und CSU im Rathaus mittlerweile zusammen. Halbzeit quasi in der sechsjährigen Legislaturperiode. Oberbürgermeister Dieter Reiter und seine SPD-Fraktion haben am Wochenende deshalb eine kleine Zwischenbilanz gezogen.

München - Eigentlich wollte die SPD den Rückblick gemeinsam mit der CSU machen. "In einer funktionierenden Kooperation macht man das eigentlich so", sagte Reiter. Allerdings: Im Getriebe der rot-schwarzen Regierung knarzt es mal wieder so richtig. Mehr noch: "Die Stimmung ist schlechter denn je", so der Oberbürgermeister.

Entspannte Gespräche in der Tram

Die SPDler haben am Sonntag deshalb ganz alleine eine Straßenbahn gechartert. So konnten sie in lockerer Atmosphäre – bei Häppchen, Bier und Sonnenschein – ganz ungestört und ungeniert ihre Sicht auf die Dinge darlegen.

Die Bilanz falle "äußerst erfreulich" aus, sagte der OB. Die Stimmung in seiner Fraktion sei sehr gut, das gesamte SPD-Personal eng zusammengewachsen. Und den ständigen Zwistigkeiten mit der CSU zum Trotz: Auch inhaltlich sei in den vergangenen drei Jahren so einiges erreicht worden. Sich öfter mal mit den Grünen zusammentun? Warum nicht?

"Vieles von dem, was wir uns vorgenommen haben, ist erledigt", sagte Reiter. Der Bau der Tram-Westtangente, die Verlängerung der U5, die Tunnel am Mittleren Ring und nicht zuletzt: die zweite Stammstrecke – all diese Beschlüsse schreibt der OB dem unnachgiebigen Einsatz der SPD zu.
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