"Politbarometer": Union und Merkel bauen Vorsprung vor SPD und Schulz aus

Merkel und Schulz treten in TV-Duell gegeneinander an

Fünf Monate vor der Bundestagswahl baut die Union laut einer neuen Umfrage ihren Vorsprung vor der SPD aus. Wenn am nächsten Sonntag gewählt würde, läge die CDU/CSU laut dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" mit 37 Prozent klar vor der SPD mit 29 Prozent. Die Union gewinnt im Vergleich zur Umfrage Anfang April zwei Prozentpunkte hinzu, die SPD verliert drei Punkte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt auch im direkten Vergleich mit ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz wieder klar vorne. Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) wünscht sich eine weitere Amtszeit Merkels. Schulz wollen dagegen nur 37 Prozent als künftigen Kanzler.

Die Linke legte laut der Umfrage um einen Punkt auf neun Prozent zu und wäre damit drittstärkste Kraft. Die AfD sackte dagegen nach ihrem Bundesparteitag um einen Punkt auf acht Prozent ab. Die Grünen steigerten sich um einen Punkt auf acht Prozent, die FDP legte ebenfalls einen Punkt auf jetzt sechs Prozent zu.

Im Bundestag gäbe es bei diesen Umfragewerten eine Mehrheit für eine große Koalition, aber auch für ein Bündnis von Union, Grünen und FDP. Für Rot-Rot-Grün oder eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP würde es nicht reichen.

Nach dem AfD-Bundesparteitag am vergangenen Wochenende sind drei Viertel (75 Prozent) der Befragten der Auffassung, dass sich die AfD nicht genug von rechtsextremen Inhalten und Mitgliedern abgrenzt. Ebenfalls drei Viertel (75 Prozent) glauben auch nicht, dass die AfD dauerhaft erfolgreich sein wird. Damit stieg die Skepsis. Vor einem Jahr vertraten nur zwei Drittel (66 Prozent) diese Auffassung.

Auf der Liste der zehn wichtigsten Politiker liegt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) weiter vorne. Auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf erreicht er einen Durchschnittswert von 1,9. Danach folgen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Kanzlerin Merkel mit jeweils 1,8. Auf dem vierten Platz landet Innenminister Thomas de Maizière (CDU) mit 1,3, gefolgt von SPD-Chef Schulz mit 1,2.

Für das ZDF-"Politbarometer" befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1328 Wahlberechtigte. Der Fehlerbereich liegt bei einem Wert von 40 Prozent bei drei Prozentpunkten, bei zehn Prozent bei zwei Punkten.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen