Politik : SPD entscheidet sich gegen Tim Renner als Bundestagskandidat

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Es ist die erste Niederlage für Franziska Giffey in der Berliner SPD, noch ehe sich die Bundesfamilienministerin am 31. Oktober mit dem Abgeordnetenhaus-Fraktionschef Raed Saleh zur Landesvorsitzenden wählen lassen will. In ihrem Heimatbezirk Neukölln folgte eine Mehrheit der Sozialdemokraten nicht ihrem Personalvorschlag für die Besetzung des Direktkandidaten für den Bundestag. Nicht der prominente frühere Kulturstaatssekretär Tim Renner siegte im Basis-Votum, sondern der in der Bezirkspartei besser vernetzte Hakan Demir.

Knapp 52 Prozent der Teilnehmer an der Abstimmung votierten für Demir. Renner erhielt 45 Prozent. Insgesamt haben sich laut einer Mitteilung des Kreisvorstandes vom Freitagabend 44 Prozent der Neuköllner Sozialdemokraten an dem Basis-Votum beteiligt, das per Brief und online abgehalten wurde.

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Demir hatte schon lange vor Renner sein Interesse an einer Direktkandidatur offiziell bekannt gegeben. Aber Giffey und ihr Nachfolger an der Spitze des Bezirksamtes, Bürgermeister Martin Hikel, hatten dennoch Renner aufgefordert, sich zu bewerben. Mit dem 55-Jährigen erhofften sich die parteiintern eher als rechts geltenden Spitzenleute bessere Chancen bei den Wählern im bürgerlichen Süden des Bezirks. Dort würden für die SPD die Wahlen gewonnen, hieß es.

Renner sollte den ebenfalls der Parteirechten zugerechneten Fritz Felgentreu beerben. Der Lateinlehrer hatte zuletzt den Wahlkreis für die SPD g...

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