Politik reagiert auf Elterndruck: Mehr Klassen an Kölner Gymnasien beantragt

Mehrheit im Stadtrat fordert Einrichtung zusätzlicher Klassen.

CDU, Grüne und FDP beantragen die Einrichtung von zusätzlichen fünften Klassen an Gymnasien im Kölner Westen. Bei der nächsten Sitzung des Schulausschusses am kommenden Dienstag soll ein entsprechender Beschluss gefasst werden. Es sei „nicht hinnehmbar“, dass Kinder aus dem Kölner Westen weit entfernten Schulen zugewiesen wurden und nun lange Schulwege auf sich nehmen müssten.

Stadtverwaltung und Bezirksregierung werden aufgefordert, diesen „Missstand gemeinsam mit allen Beteiligten zu beseitigen und die betroffenen Eltern unverzüglich über neue Zuweisungen zu informieren“. Da die Eltern eigentlich bis zum 28. April verbindlich erklären müssen, ob sie die zugewiesenen Schulplätze annehmen, soll diese Rückmeldefrist verlängert werden.

Antrag erhält sicher eine Mehrheit

Da CDU, Grüne und FDP den Antrag gemeinsam stellen, ist sicher, dass er eine Mehrheit im Schulausschuss bekommt. Unklar bleibt jedoch, wie er in der Praxis umgesetzt werden kann. Die Gymnasien im Kölner Westen hatten in den sogenannten Verteilkonferenzen mit Bezirksregierung und Stadt weitere Zusatzklassen ausgeschlossen, wohl wissend, dass dadurch zahlreiche Kinder sehr weite Wege auf sich nehmen müssen und teilweise ohne einen einzigen Klassenkameraden aus der Grundschule in die weiterführende Schule wechseln werden.

Nach Angaben von Stadt und Bezirksregierung sollen alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden sein. So seien bereits zahlreiche Zusatzklassen eingerichtet worden. Zu mehr hätten sich die Schulen wegen ihrer räumlichen Situation nicht in der Lage gesehen.

Ein Sprecher der Bezirksregierung hatte auf die landesweit geltenden Rückmeldefristen verwiesen, die eingehalten werden müssten. Ob hier Ausnahmeregelungen möglich sind, die zum Beispiel auch einen vorgezogenen Start des Lövenicher Gymnasiums in Räumen der Widdersdorfer Friedensschule ermöglichen würden, ist offenbar bis jetzt ungeklärt.

Zahlreiche Eltern haben bei der Bezirksregierung Widerspruch gegen die Zuweisung der weit entfernten Schulplätze eingelegt....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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