Politisches Comeback: Italiens Ex-Ministerpräsident Renzi will’s nochmal wissen

Italiens sozialdemokratische Partei hat einen neuen Parteichef gewählt. Nach einer politischen Auszeit hat Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi die Gelegenheit für ein Comeback genutzt.

So, wie es aussieht, hat Matteo Renzi mit (für die italienischen Demokraten) deutlicher Mehrheit gewonnen. Rund 70 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder hat er vorläufigen Ergebnissen zufolge bekommen. Der ehemalige italienische Regierungschef setzte sich damit gegen Justizminister Andrea Orlando und den Präsidenten der Region Apulien, Michele Emiliano durch. Auf Facebook bedankte sich Renzi in einem ausführlichen Text.

Mit dem innerparteilichen Wahlerfolg hat Renzi beste Chancen, im kommenden Jahr um das Amt des Ministerpräsidenten zu kandidideren. Doch für eine zweite Amtszeit als Ministerpräsident muss er nicht nur die Wähler überzeugen, sondern auch den möglichen künftigen Koalitionspartner. Derzeit liegt seine Partei in Umfragen hinter der EU-kritischen Fünf-Sterne-Partei des Ex-Komikers Beppe Grillo.

In den vergangenen Monaten war es ruhig um Renzi geworden. Renzi war im Dezember nach einem gescheiterten Verfassungsreferendum zurückgetreten und hatte das Amt an seinen Parteikollegen Paolo Gentiloni übergeben.

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