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Polizei findet "Knochen" eines in den französischen Alpen vermissten Kleinkinds

Französische Ermittler haben die "Knochen" eines Zweijährigen gefunden und identifiziert, dessen Verschwinden im vergangenen Sommer für Entsetzen im ganzen Land gesorgt hatte. (CHRISTOPHE SIMON)
Französische Ermittler haben die "Knochen" eines Zweijährigen gefunden und identifiziert, dessen Verschwinden im vergangenen Sommer für Entsetzen im ganzen Land gesorgt hatte. (CHRISTOPHE SIMON)

Französische Ermittler haben die "Knochen" eines Kleinkindes gefunden und identifiziert, dessen Verschwinden im vergangenen Sommer für Entsetzen im ganzen Land gesorgt hatte. Die Polizei sei am Samstag über den Fund von Knochen nahe dem Weiler Haut-Vernet in Südfrankreich informiert worden, erklärte Staatsanwalt Jean-Luc Blachon am Sonntag. Gentests hätten zu der Schlussfolgerung geführt, "dass es die Knochen des Kindes Emile" seien, fügte er hinzu.

Der zweijährige Emile war am 8. Juli 2023, dem ersten Tag der Sommerferien, verschwunden, während er bei seinen Großeltern in dem kleinen Dörfchen nördlich von Digne-les-Bains in den französischen Alpen zu Besuch war. Nachbarn hatten ihn zuletzt am späten Nachmittag gesehen, wie er alleine eine Straße in Haut-Vernet entlanggelaufen war. Eine massive Suchaktion mit dutzenden Polizisten, Soldaten, Spürhunden, einem Hubschrauber und Drohnen blieb damals ergebnislos.

Die Suche wurde nach einigen Tagen eingestellt, die Ermittlungen gingen jedoch weiter. Weder ein Unfall noch eine Entführung wurden ausgeschlossen.

Am Donnerstag war die Polizei in den Weiler zurückgekehrt und hatte die Gegend abgesperrt. Eine Gruppe von 17 Leuten, darunter Familienmitglieder, Nachbarn und Zeugen, sollten die letzten Momente vor dem Verschwinden des Kindes nachvollziehen. Drohnen zeichneten die Nachstellung auf.

Die Polizei kündigte an, nach dem Fund vom Samstag weitere Suchaktionen in dem Gebiet vornehmen zu wollen.

ma/lan