Polizei findet Waffen und hunderte Kilogramm Sprengstoff in ETA-Verstecken

Französische Polizei hebt ETA-Waffenversteck aus

Die französische Polizei hat Dutzende Waffen und hunderte Kilogramm Sprengstoff in den Waffenverstecken der baskischen Untergrundorganisation ETA gefunden. Die Polizisten seien zu den von der ETA angegebenen Plätzen gegangen und hätten dort in Metalcontainern und Taschen Dutzende Pistolen und Gewehre, tausende Schuss Munition, mehrere hundert Kilogramm Sprengstoff und Bombenbauteile, mehrere hundert Zünder und Zeitschalter gefunden, teilte die Staatsanwaltschaft am Samstag in Paris mit. Die französische Polizei will prüfen, ob einige der Waffen bei Anschlägen verwendet wurden.

Im Zuge ihrer völligen Entwaffnung hatte die ETA den französischen Behörden zuvor eine Liste mit ihren acht Waffenverstecken übergeben lassen. Die ETA hatte Mitte März angekündigt, fast 60 Jahre nach ihrer Gründung ihre Waffen bis zum 8. April vollständig abzugeben.

Die 1959 während der Franco-Diktatur in Spanien gegründete Organisation versuchte mit Anschlägen und Gewalt die Unabhängigkeit des Baskenlandes in Spanien und Frankreich zu erzwingen. Die Behörden machen die ETA für den Tod von insgesamt 829 Menschen verantwortlich. Die Europäische Union stuft sie bis heute als Terrororganisation ein.

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