Polizei schießt 2011 seltener im Dienst als noch ein Jahr zuvor

Schwerin (dapd). Polizisten haben 2011 in Deutschland während des Dienstes sechs Menschen erschossen. Ein Jahr zuvor kamen sieben Personen durch eine Polizeikugel ums Leben, wie der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK), Lorenz Caffier, am Dienstag in Schwerin mitteilte. Darüber hinaus schossen Polizisten aus Bund und Ländern im vergangenen Jahr 36 Mal (2010: 37) auf Personen, wodurch 15 Personen (2010: 17) verletzt wurden. Zudem gaben die Beamten bundesweit 49 Warnschüsse (2010: 59) ab.

Die Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol) erhebt jährlich im IMK-Auftrag Zahlen zum Dienstwaffengebrauch von Polizisten. "Es ist erfreulich, dass die Tendenz aller Formen des Schusswaffengebrauchs durch Polizeibeamte gegen Personen weiter rückläufig ist", sagte Caffier. Es sei wichtig, dass die Innenminister und Innensenatoren den Bürgern zeigten, dass die Polizeibeamten das im Grundgesetz verankerte Gewaltmonopol des Staates rechtmäßig ausübten. "Unsere Polizisten sind keine 'Rowdys in Uniform'. Sie sind ausschließlich Recht und Gesetz verpflichtet und erfüllen die Aufgabe, die wir als Gesellschaft ihnen stellen auf rechtsstaatlicher Grundlage", betonte der CDU-Politiker.

Darüber hinaus sank auch die Zahl der Schüsse auf gefährliche, kranke oder verletzte Tiere um etwa fünf Prozent auf 8.812 Fälle (2010: 9336). In fast allen Situationen wurden die Tiere laut IMK von ihren Leiden durch Verletzungen infolge von Verkehrsunfällen erlöst.

dapd