Population zu hoch: In Schweden geht es dem Wolf an den Kragen

In Schweden hat zu Beginn der Woche die größte Wolfsjagd seit seit Wiedereinführung der Lizenzjagd 2010 begonnen. Wie der schwedische Fernsehsender SVT berichtet, dürfen in diesem Jahr insgesamt 75 Tiere getötet werden.

Fredrik Wilde, Inspektor der Bezirksverwaltung der Region Värmland im Westen Schwedens, erklärt, dass die Jagd streng kontrolliert werde. "Wir sind hier, um sicherzustellen, dass die Jagd ordnungsgemäß durchgeführt wird. Wir dokumentieren alles, was passiert."

460 Wölfe in freier Wildbahn

Mit der Jagd will Schweden die Ausbreitung der Tiere bremsen. Am ersten Tag wurden insgesamt zehn Wölfe getötet.

Der Vorsitzende des schwedischen Jagdverbandes in Värmland, Anders Olsson, erklärt, dass für die kommenden Tage viel Schnee erwartet werde. "Dann wird es das ganze Wochenende über kalt. Von Donnerstag bis Sonntag haben wir also sehr gute Bedingungen."

Medienberichten zufolge sind im Rahmen der Lizenzjagden seit 2010 insgesamt 203 Wölfe getötet worden. Schätzungen zufolge leben in dem skandinavischen Land rund 460 Wölfe in freier Wildbahn.