Pornos auf Bildschirmen einer Schwebebahn-Haltestelle in Wuppertal

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Über die großen TV-Bildschirme, die an den Haltestellen der Schwebebahn in Wuppertal angebracht sind, flimmerten am Sonntagabend pornografische Inhalte. Wie es dazu kommen konnte, ist bislang nicht geklärt.

Ein Wahrzeichen der Stadt: Die Wuppertaler Schwebebahn. (Bild: Getty Images)
Ein Wahrzeichen der Stadt: Die Wuppertaler Schwebebahn. (Bild: Getty Images)

„Cum to Wuppertal“ – mit diesem Wortspiel macht sich ein Twitter-Nutzer über den Vorfall vom Sonntagabend in Wuppertal lustig: Aus bislang ungeklärten Gründen liefen über die großen Bildschirmen mindestes einer Haltestelle der Schwebebahn keine Informationssendungen, sondern pornografische Inhalte. Genauer: die Startseite von Pornhub.

War es eine Fehlschaltung?

Wie unter anderem der WDR berichtet, wussten sich Mitarbeiter*innen der verantwortlichen Stadtwerke nicht anders zu helfen, als die betroffenen Bildschirme vorübergehend zu verhüllen. Rund eine Stunde lang seien auf den digitalen Werbeflächen „schamverletzende, pornografische Inhalte“ zu sehen gewesen.

Wie es überhaupt dazu kommen konnte, ist bislang nicht geklärt. Die Wuppertaler Rundschau bringt zwei Szenarien ins Spiel: Entweder könnten die Bildschirme gehackt worden sein oder es handelte sich um eine Fehlschaltung.

Auch Kinder könnten die Inhalte gesehen haben

Noch am Montag wollen die Stadtwerke eine Untersuchung durchführen – auch in Absprache mit einem externen Werbeunternehmen, dessen Name nicht genannt wird. Dieses Unternehmen ist aber offenbar für die gezeigten Inhalte auf den Bildschirmen verantwortlich.

Wie lange die Darstellungen zu sehen waren, ist nicht ganz klar. Hier unterscheiden sich die Berichte. Auch ist nicht eindeutig, wo die Pornos überall ausgespielt wurden. Während manche Medien keine genauen Angaben machen, schreibt beispielsweise der WDR von nur einer Station.

Durch die exponierte Platzierung auf dem Bahnsteig waren die Inhalte allerdings nicht nur für Wartende, sondern auch für Fahrgäste in vorbeifahrenden Schwebebahnen zu sehen. Das könnten nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder gewesen sein.

Strafgesetzbuch: bis zu ein Jahr Freiheitsstrafe

Selbst wenn die Aktion als Spaß beabsichtigt war oder nur ein Versehen, könnten bei Ermittlung der Verantwortlichen empfindliche Strafen ausgesprochen werden. Im Paragraf 184 des Strafgesetzbuchs heißt es zum Thema Verbreitung pornografischer Inhalte: „Wer einen pornografischen Inhalt öffentlich an einem Ort, der Personen unter achtzehn Jahren zugänglich ist oder von ihnen eingesehen werden kann, anbietet oder bewirbt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.“

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