Porzer starten in eine herrlich lange Session

Prinz Markus I., Jungfrau Helene und Bauer Dennis – das sind die Titel, für die Markus Galle, Helene Benz und Dennis Wodarz bis auf weiteres ihre bürgerlichen Namen vergessen können. Die Drei stehen in den Startlöchern für die lange Karnevalssession 2018/19 unter dem Sessionsmotto „Nubbel, Garde, Poorzer Jecke – zesamme durch uns Stroße trecke“. Der Porzer Rosensonntagszug startet in diesem Jahr erst am 3. März, Aschermittwoch ist am 6. März. Bis zum Jahr 2030, wenn wieder der 6. März das Sessionsende markiert, werden alle Jecken nur jeweils kürzere Sessionen zum Feiern nutzen können, im Jahr 2027 beispielsweise nur bis zum 10. Februar.

Mit der feierlichen Proklamation am Freitag, 11. Januar, im Porzer Rathaussaal, für die der Festausschuss Porzer Karneval unter Leitung von Präsident Stephan Demmer ein ansprechendes närrisches Programm vorbereitet hat, beginnt für die Tollitäten und ihr Gefolge eine ereignisreiche Zeit. Schon am Tag nach der Proklamation haben Prinz, Bauer und Jungfrau vier abwechslungsreiche närrische Termine beim Wieverklaaf im Eltzhof, der Mädchensitzung der KG Fidele Grön-Wiesse Rezag im Zelt bei der Saint Gobain Glass, der Kölschen Mess in der Pfarrkirche St. Josef und der Hofburgerstürmung in der Gaststätte Makedonia an der Wilhelmstraße. So abwechslungsreich geht es für die großen Tollitäten weiter – und auch auf die Drei vom Kinderdreigestirn, Prinz Max I. (Esser), Bauer Cedric (Pavlovic) und Jungfrau Lena (Knoth), die im Eltzhof proklamiert werden. Die Kinderprinzengarde heißt dazu am Sonntag, 13. Januar, 14 Uhr, jecke Kinder willkommen; Lucas Kastleiner führt durch ein jugendliches Bühnenprogramm.

Die meisten Veranstaltungen der 31 Mitgliedsvereine im Festausschuss Porzer Karneval sind längst Tradition – oder auf dem besten Weg dahin, ins jecke Porzer Brauchtum aufgenommen zu werden. Einige Veranstaltungen kommen aber Jahr für Jahr hinzu und erleben ihre Bewährungsprobe bei der Premiere, wenn es den Gästen (hoffentlich) gefällt.

Ein Experiment, bei dem das Ursprüngliche des Fasteleer in den Vordergrund treten soll, ist die „Flüstersitzung“ – Ruhig und kölsch“, zu der die Poorzer Nubbele als Heimatgesellschaft des Dreigestirns gemeinsam mit den Urbacher Räubern und den Fidelenen Aujussen einladen. Am 16. Februar, 19 Uhr, wird im Rathaussaal stimmungsvolle Unterhaltung unter anderem von Jupp Menth, Willibert Pauels und Wicky Junggeburth für Karnevalsfreunde geboten, die bereit sind, vor dem Lachen auch mal zuzuhören und in ruhigerer Atmosphäre feinen Witz zu genießen.

Die Grengeler Draumdänzer spielen mit ihrer neuen „Brauhaussitzung“ die kölsch-musikalische Karte aus. Ur-kölsch soll es bei Feiern im karnevalsbewährten Akazienhof an der Waldstraße zugehen, wenn dort am 9. Februar von 19 Uhr an tolle Bands auftreten und zum Mitsingen einladen. Bei der Wohltätigkeitssitzung zugunsten der „Oase“, die sich seit 1990 für Wohnungslose engagiert, singen und spielen Gruppen, die bei jecken Wettbewerben schon richtig abgeräumt haben. Dazu gehören „Band of Plenty“, die vom Folk inspiriert sind, „Gäng Latäng“ mit Instrumenten von der Ukulele bis zum Kontrabass, „Stadtrand“, die von der Rockband zur Kölschband wurde, und „Rockemariechen“, die Rockabilly mit Elektro vermischen und freche Texte auf Lager haben. FAS-Präsident Stephan Demmer und der Gründungsvorsitzende der Draumdänzer Gregor Berghausen sind als „Duo Melodica“ dabei. Sie wollen der Brauhaussitzung Lokalkolorit geben, ebenso wie der scheidende Bezirksamtsleiter Norbert Becker, der in die Bütt geht sowie das Kinderdreigestirn. Ulf Florian mit der Gitarre lädt abschließend zum Mitsingen. Das von Jürgen „Linus“ Becker zusammengestellte Programm hat schon viele neugierig gemacht; die Sitzung ist fast ausverkauft.

www. Porzer-karneval.de

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