Potsdam: Hinter den Kulissen des Museums Barberini

Das Museum Barberini hat mehr Besucher als Sanssouci, auch dank spektakulärer Ausstellungen.

Potsdam.  Wer hinter die Kulissen des Museums Barberini in Potsdam blicken will, der muss sich zunächst vom Palais am Alten Markt und den Ausstellungsräumen entfernen. Die 30 festen Mitarbeiter, die sich um den Museumsbetrieb kümmern, sitzen an der nahen Friedrich-Ebert-Straße im dritten Stock eines Bankgebäudes. Hier entstehen die Ideen für die Ausstellungen, die das Museum schon im ersten Jahr seines Bestehens an die Spitze der Sehenswürdigkeiten Potsdams katapultiert haben. Mit mehr als 500.000 Besuchern hat das Barberini das Schloss und den Garten Sanssouci vom ersten Platz verdrängt.

Bild Nr. 1:
Anne Barz (r.) und Valerie Hortolani sind die Menschen, die hinter den Kulissen des Museums jörg Krauthöfer

Dass es dazu kam, ist das Ergebnis langwieriger und bisweilen nervenaufreibender Arbeit. "Wir benötigen zwei Jahre Vorlauf, bevor eine Ausstellung eröffnet", sagt Valerie Hortolani. Die 31-Jährige ist eine von drei Kuratoren im Barberini. Bei Großprojekten können es auch mal drei Jahre werden. Am Anfang steht dabei die Idee. Welche Ausstellung könnte passen, welche Bilder kommen infrage, in welchem Zusammenhang könnte ein neuer Blick auf bestimmte Werke entstehen? Anders als Gemäldesammlungen ist das Barberini auf Leihgaben angewiesen. Aus der Sammlung des Museumsstifters Hasso Plattner wurden bislang nur einzelne Bilder ausgestellt.

Kunsthistorikerin Hortolani hat so die Ausstellung über die DDR-Kunst ausgewählt und zusammengestellt, eine Kollegin die aktuelle Beckmann-Ausstellung, die sich mit dem Werk des "Kulissenschiebers" Max Beckmann (1884–1950) befasst.

Für die kommende Picasso-Ausstellung wurde ...

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