Präsident der Intensivmediziner: "Wir brauchen wirklich einen harten Lockdown"

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Intensivpflege

Angesichts der sich weiter zuspitzenden Corona-Lage in den Krankenhäusern haben die Intensivmediziner ihre Forderung nach einem harten Lockdown eindringlich erneuert. "Die Lage ist wirklich sehr dramatisch", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir brauchen wirklich einen harten Lockdown."

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 Es mache "überhaupt keinen Sinn, jetzt über Modelle zum Öffnen nachzudenken", fügte Marx hinzu. Stattdessen gelte es, die Menschen zu schützen, damit sie nicht noch kurz vor ihrer Impfung an Corona erkrankten.

 Marx äußerte sich überzeugt, dass bis Ende April 5000 Patienten intensivmedizinisch versorgt werden müssten. In den vergangenen Tagen seien etwa 80 bis 100 Patienten täglich hinzugekommen. Als besonders besorgniserregend bezeichnete der Divi-Präsident die geringe Anzahl von Betten. Denn es müssten nicht nur Covid-19-Patienten versorgt werden, sondern auch Menschen etwa mit Herzinfarkten oder Schlaganfällen.

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 Auch das Thema Pflegepersonal bereite ihm große Sorgen. "Unsere Teams sind wirklich unter Dauerbelastung", sagte Marx. Es gebe bei vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Anzeichen dafür, dass sie nach der Bewältigung der Pandemie "den Beruf verlassen wollten". Gründe dafür seien eine "extrem hohe Arbeitsbelastung" und bis vor kurzem auch die Sorge um die eigene Gesundheit.

 rh/cax

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