Präsidentenwahl in Frankreich beginnt unter strengen Sicherheitsvorkehrungen

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Macron bei der Stimmabgabe

Unter einem beispiellosen Sicherheitsaufgebot hat am Sonntag in Frankreich die erste Runde der Präsidentschaftswahl begonnen. Die Wahllokale öffneten um 08.00 Uhr, in einigen Überseegebieten konnten die Menschen schon früher abstimmen. Rund 50.000 Polizisten und Gendarmen sowie rund 7000 Soldaten sind im Einsatz.

Fast 47 Millionen Staatsbürger sind aufgerufen, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin von Staatschef François Hollande zu bestimmen. Zur Wahl stehen elf Kandidaten. Vier von ihnen haben nach Umfragen realistische Chancen, unter die beiden Bestplatzierten zu kommen und damit in die Stichwahl am 7. Mai einzuziehen: Der europafreundliche, parteilose Ex-Wirtschaftsminister Emmanuel Macron, die EU-feindliche Rechtspopulistin Marine Le Pen, der Konservative François Fillon und der Linkspartei-Gründer Jean-Luc Mélenchon.

Macron stimmte am Vormittag gemeinsam mit seiner Ehefrau Brigitte im Rathaus des nordfranzösischen Ortes Touquet ab, wo er einen Zweitwohnsitz hat. Unter großem Polizeischutz ging das Paar zu Fuß von seinem Haus zum 300 Meter entfernten Wahllokal, die Strecke war für den Verkehr gesperrt. Im Wahllokal grüßte er einige Bürger und ließ sich mit den Wahlhelfern ablichten. Vor dem Wahllokal warteten zahlreiche Anhänger Macrons, machten Fotos mit dem Kandidaten und schüttelten ihm die Hand.

Die letzten Wahllokale schließen um 20.00 Uhr, danach werden erste Hochrechnungen erwartet. Mit ausschlaggebend bei dieser Abstimmung könnte das Maß der Enthaltungen sein. Kurz vor der Wahl zeigte sich noch rund ein Drittel der Wähler unentschlossen. Das wäre ein neuer Höchststand.

Erstmals in der französischen Geschichte findet eine Präsidentschaftswahl unter dem Ausnahmezustand statt. Die Sonderbefugnisse zum Kampf gegen Terroristen gelten seit den Anschlägen vom November 2015.

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