Preis-Schock bei "Bares für Rares XXL": Parfüm-Flakon ist 14.000 Euro wert!

Bettina Friemel
·Lesedauer: 4 Min.

"Der glitzert wie kleine Diamanten", ließ sich Horst Lichter die Trödel-Laune vom Regen nicht verderben. Passte ja zur Herbst-Ausgabe von "Bares für Rares XXL" auf Schloss Drachenburg. Statt Diamanten gab es sogar Brillanten, einen Superstar und eine echte Preis-Sensation!

Viel Bling-Bling brachte Marianne Bechthold zur Expertise mit aufs Schloss. Das Collier der Großmutter aus den 1950er-Jahren war mit vielen Brillanten besetzt und funkelte die Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel direkt an. 4.400 bis 5.000 Euro sollte das Schmuckstück bringen. "Oh mein Gott, das is aber schön!", stockte sogar Schmuckhändlerin Susanne Steiger der Atem. Dafür machte sie gerne 4.000 Euro locker.

"Bares für Rares": Patricia Kellys Tasche hat es den Händlern angetan

Detlev Kümmel durfte ein Promi-Mitbringsel bewerten, eine Silbermünzentasche von Superstar Patricia Kelly. "Die habe ich in Waterlooplein in Amsterdam gekauft", erzählte die Sängerin. Ende der 80er-Jahre lebte die Kelly Family dort auf dem Hausboot. "Damals hat Papa uns jedes Wochenende 50 Gulden gegeben", mit dem die Kinder etwas einkaufen sollten. "Dann hat er uns erzählt, was für Material das war, ob das ein guter Kauf, ein schlechter Kauf war", erinnerte sie sich an früher.

"Bares für Rares XXL" (ZDF): Patricia Kelly mischt die Händler auf

Der Experte bemängelte jedoch: "Jede einzelne Münze musste viermal angebohrt werden. Da blutet mein Herz." Ohne Loch wären die Silbermünzen von 1876 bis 1919 mehr wert. Um trotzdem die Händlerkarte zu bekommen, hatte Patricia Kelly einen Plan: "Ich möchte das spenden. Daher würde ich mit einem niedrigen Preis anfangen, damit ich die Karte hoffentlich kriege und dann doch zu den Händlern komme." 200 Euro lautete ihr bescheidener Wunsch. Die Expertise lag nur knapp drüber bei 350 Euro. "Uff, immerhin", freute sich Patricia Kelly, dass Horst Lichter ihr die begehrte Karte überreichte.

Walter Lehnertz begrüßte sie begeistert: "Einer von den kleinen Kellys!" Patricia bewies Verkaufstalent: "Diese Tasche war schon überall mit uns Kellys. Auf dem Schiff, auf Schloss Gymnich und überall in Irland." Waldi flirtete: "Weil sie von der Kelly ist, ist die Tasche eigentlich unbezahlbar. Das is mehr wert als ne Kelly-Bag." Als die Gebote bei 500 Euro ins Stocken gerieten, legte Patricia noch mal nach: "Die Kelly-Fans werden crazy werden." Und schon stiegen die Gebote nach oben. "Schnack, ein Tausender", haute Waldi raus. "Dann leg ich aus meinem privaten Geld auch nochmal 500 drauf, und dann haben wir 1.500 für die Brustkrebs Deutschland e.V.", stockte Patricia auf. "Coole Sache", fanden die Händler.

Kleines Fläschchen, großer Preis: "Bisher nur im Museum gesehen"

Eine echte Sensation brachte Alfred Fischer mit: einen Parfüm-Flakon aus einem Bergkristall mit Goldgirlanden von Froment-Meurice aus dem Jahr 1845. Wunschpreis: 4.000 Euro. "Alter Schwede", wartete Lichter gespannt auf die Einschätzung von Dr. Heide Rezepa-Zabel. "Ein wirkliches Prachtexemplar", fand die Expertin. "Ich muss Ihr Stück taxieren auf 13.000 bis 14.000 Euro." Wow! "Ich bin jetz erst mal sprachlos", stand der Verkäufer etwas unter Schock.

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"Geflasht" war auch Händlerin Susanne Steiger: "Ich habe so eine wundervolle Arbeit bisher nur im Museum gesehen." Doch die Expertise war den Händlern zu hoch. Nur Lisa Nüdling traute sich auf Verdacht, 7.000 Euro auszugeben.

Flohmarkt-Schnäppchen mit Riesen Gewinn: "Mehr kann man sich nicht wünschen!"

Den Vogel schossen dann zwei Flohmarktfunde ab. Nummer eins war ein handgemachter Münzbecher der Gebrüder Müller aus Berlin, der aus 18 Silbermünzen aus der Zeit um 1700 bestand. Laut Sven Deutschmanek "ganz große Handwerkskunst" und 4.500 bis 5.000 Euro wert. Der Knaller: Die Verkäufer hatten den Becher mit zwei weiteren Teilen für lächerliche 25 Euro erstanden. "Hey, das ist ein Münzbecher! Und wenn wir Glück haben, ist er aus Berlin", strahlte Daniel Meyer. "Punzen sind da, Vergoldung ist schön, Zustand ist toll, mehr kann man sich wirklich nicht wünschen. Das ist traumhaft", biss auch Lisa Nüdling an. "Ich will ihn gar nicht mehr abgeben", sah sich Julian Schmitz-Avila schon als neuen Besitzer. Doch es war Daniel Meyer, der 3.200 Euro bezahlte.

Nummer zwei war eine Brille von Christian Dior von Ende der 1960er-Jahre. Kaufpreis: 3 Euro. Schätzwert: 800 bis 1.200 Euro. "Wie geil ist die denn?", kreischte Lisa Nüdling. Doch beim Bieterduell mit Waldi zog sie leider den Kürzeren. Der blätterte tatsächlich sagenhafte 1.700 Euro auf den Tisch.

Welche Raritäten sonst noch im großen Rahmen der Abendshow einen Platz fanden: Eine mundgeblasene Vase aus Überfangglas von Daum Nancy aus der Zeit um 1905 hatte einen Wert von 6.000 bis 8.000 Euro, brachte jedoch "nur" 4.500 Euro ein. Eine Meissener Porzellan-Figurengruppe vom berühmten Porzellanmodelleur Johann Joachim Kändler wurde trotz Beschädigungen auf 2.000 bis 2.500 geschätzt und für 1.250 Euro abgegeben. Und ein chinesischer Handspiegel aus Silber mit Jadegriff und Halbedelsteinen aus der Zeit um 1900 fand für 750 Euro einen neuen Liebhaber.

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