Premiere: Der Glöckner feiert seine Premiere in Berlin

Die Neuinszenierung feiert am Sonntag im Theater des Westens Europa-Premiere. Es ist ein großes Drama – und ein großes Theater.

Glockengeläut, Weihrauch, gregorianische Gesänge. Mönche in weiten Kutten. Das Bühnenbild: eine opulentes Abbild der Kathedrale von Notre Dame. Die klerikale Andacht mündet in einem ersten vertrauten Gesang: "Die Glocken von Notre Dame". So beginnt die Neuinszenierung des Musicals "Der Glöckner von Notre Dame", die am heutigen Sonntagabend im Stage Theater des Westens ihre große Europa-Premiere erlebt.

Und tatsächlich ist vieles neu an diesem Stück, mit dem am 5. Juni 1999 das damals noch zur Stella-Gruppe gehörende Musical Theater am Potsdamer Platz eingeweiht wurde. Mit dem "Glöckner" hatte sich der mächtige Disney-Konzern erstmals mit einer Uraufführung ins Ausland gewagt. Nach Berlin. Ein ambitioniertes Projekt, das auch der in die roten Zahlen geratenen Stella Musical AG wieder auf die Sprünge helfen sollte. Es half nicht.

Mit millionenschwerer Bühnen-Hightech erstand allabendlich am Potsdamer Platz das Paris des 15. Jahrhunderts. Wuchtige Quader schoben sich da wie von Geisterhand zu immer neuen Formationen. Imposante Diaprojektionen schufen immer neue, gewaltige Bühnenbilder. Mehr als 45 Millionen D-Mark hatte die Berliner Bühnenfassung des Disney-Animationsfilms "Der Glöckner von Notre Dame" gekostet. Doch nach drei Jahren Spielzeit war wieder Schluss.

Das Musical hatte einige Ohrwürmer zu bieten

Die Entertainment-Strategen von Disney freilich hatten ganze Arbeit geleistet. Mit Songs wie "Einmal" oder "Hilf den Verstoßenen", gesungen von der damaligen Esmeralda-Darsteller...

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