Prenzlauer Berg: Weniger Platz für die Autos auf der Schönhauser Allee

Parklets statt Parkplätzen: Die Umgestaltung der Schönhauser Allee beginnt im Sommer. Das verschärft die Situation für Autofahrer.

Auf den ersten Blick ist es ein relativ kleiner Abschnitt Straßenland. Doch er steht sinnbildlich für die Veränderungen, die im gesamten Berliner Verkehr anstehen. Im Rahmen eines Pilotversuchs werden die Flächen im Bereich des Bahnhofs Schönhauser Allee bald neu verteilt. Und gemäß dem Motto der rot-rot-grünen Koalition sollen die Autofahrer auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen zurückstecken.

Ein Blick auf die aktuelle Verteilung verrät, warum: Rund 80 Prozent des Platzes auf der Schönhauser Allee nutzen Fußgänger, Radfahrer und Fahrgäste von BVG und S-Bahn. Sie haben jedoch deutlich weniger Platz als die autofahrende Minderheit. Kritiker bemängeln schmale Bürgersteige und eine gefährliche Führung der Radwege. Den Verlust an Lebensqualität in diesem so boomenden Stückchen Prenzlauer Berg. "Es ist so eng, dass man sich kaum traut, stehen zu bleiben", klagt Stefan Lieb von der Fußgänger-Lobby Fuss e. V.

Per Machbarkeitsstudie wird deshalb ermittelt, wie die belebte Straße umgestaltet werden könnte. Konkrete Vorschläge gibt es bereits, sie basieren auf den Ergebnissen eines Workshops, der 2015 mit dem dänischen Architektenbüro Gehl Architects abgehalten wurde. So sollen zwischen Eberswalder und Wichertstraße auf gut einem Kilometer Strecke zunächst sogenannte Parklets entstehen: modern gestaltete Sitzmöglichkeiten zum Verweilen.

Gesucht werden Paten – Anwohner oder Einzelhändler – die bei Aufstellungsort und Gestaltung der Parklets involviert werden. Vorbild ist San Fra...

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