Pretoria: Zehntausende protestieren gegen Präsident Zuma

Zehntausende haben am Mittwoch erneut in Pretoria den Rücktritt von Präsident Jacob Zuma gefordert. Zu der Demonstration hatten mehrere südafrikanische Oppositionsparteien aufgerufen, um gegen Korruption und Missmanagement zu protestieren. Bereits die zweite Großdemonstration innerhalb von zehn Tagen.

Auf Zumas Vorwurf, die Demonstranten seien Rassisten, antwortete Oppositionspolitiker Julius Malema von der Economic-Freedom-Fighters-Partei: “Wenn Zuma nicht zu wollen, Rassismus bedeutet, sind wir Rassisten. Und wenn das bedeutet, dafür Geld von Weißen zu bekommen, sind wir stolz darauf. Denn wer den Kampf gegen Korruption finanziert, ist ein Patriot.”

A straight message for #MrPresident #zuma PresidencyZA MYANC – Understand this? 樂 pic.twitter.com/kKHltTOtj2— Rainbow Nation Party (@TheRNPSA) 12 avril 2017

Die jüngste Protestwelle wurde von einer überraschenden Kabinettsumbildung Ende März ausgelöst, im Zuge derer Zuma den international angesehenen Finanzminister Pravin Gordhan entließ. Ratingagenturen haben Südafrika, die am meisten entwickelte Volkswirtschaft Afrikas, daraufhin herabgestuft. Die Landeswährung Rand brach ein.

Für den kommenden Dienstag ist im Parlament ein von der Opposition eingebrachtes Misstrauensvotum gegen Zuma angesetzt, das jedoch scheitern dürfte. Die Regierungspartei ANC, die allen Korruptionsvorwürfen zum Trotz noch immer hinter dem Präsidenten steht, hat dort eine komfortable Mehrheit.

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