Primera Division: Wandel bei Real: Bale soll bleiben!

Real Madrid hat den Saisonauftakt in der spanischen Liga mit 3:1 gewonnen . Auswärts bei Celta Vigo zeigte auch Gareth Bale, von Trainer Zinedine Zidane überraschend in die Startelf beordert, eine starke Leistung - und profitierte davon, dass Zidane auf altbewährte Erfolgsrezepte setzte.

Real Madrid hat den Saisonauftakt in der spanischen Liga mit 3:1 gewonnen. Auswärts bei Celta Vigo zeigte auch Gareth Bale, von Trainer Zinedine Zidane überraschend in die Startelf beordert, eine starke Leistung - und profitierte davon, dass Zidane auf altbewährte Erfolgsrezepte setzte.

Womöglich hegte Zinedine Zidane den einen oder anderen Hintergedanken, als er Gareth Bale für das erste Ligaspiel in die Startelf beorderte. Vielleicht wollte er den 30-Jährigen nach dem geplatzten Wechsel nach China doch noch einmal ins Schaufenster stellen. Vielleicht für die anstehende Saison motivieren: Schau her, du hast unter mir eine Chance.

Zumindest aber, das lässt sich im Rückblick sagen, machte Zidane aus seiner Not eine Tugend. Not, das war die Tatsache, dass sich der 100-Millionen-Euro-Transfer kurz vor dem Saisonstart verletzt hatte. Nach einer völlig verkorksten Saisonvorbereitung eine Verletzung, die der Klub ganz und gar nicht gebrauchen konnte.

Real Madrid: Zidane lobt Gareth Bales Auftritt in Vigo

Tugendhaft, so ließe sich Bales Auftritt beschreiben. Der Linksaußen machte ein starkes Spiel, legte den Führungstreffer durch Karim Benzema perfekt vor und zeigte, bevor ihm in Halbzeit zwei ein bisschen die Luft ausging, welche Tugenden ihn 2013 überhaupt erst nach Madrid gespült hatten: Schnelligkeit, Zug nach vorne, stark im Eins-gegen-eins: Vor dem 1:0 ließ er seinen Gegenspieler mit mehreren Haken alt aussehen, die flache Hereingabe musste Benzema nur noch über die Linie drücken.

Und so gab es nach Abpfiff vom Trainer ein Sonderlob. Bale habe, so wie der Rest des Teams, sehr gut gespielt, betonte Zidane. Gerade die Defensivarbeit von Bale und Gegenüber Vinicius Junior sei enorm wichtig gewesen, sagte Zidane - womöglich ein Hinweis darauf, wie sich ersterer auch in Zukunft Einsatzminuten erarbeiten könnte: "Gut zu verteidigen, war der Schlüssel. Mit dem Ball können wir jedem Team wehtun, das wissen wir."

Real-Stars profitieren von Zidanes Taktik

Dass Real durch den Dreier nun in der Liga zum ersten Mal seit 818 Tagen, nämlich erstmals seit dem Ende der Saison 2016/17, in der Tabelle wieder vor dem FC Barcelona steht, lag aber nicht nur an einem gut aufgelegten Gareth Bale. Zidane selbst war zu Altbewährtem zurückgekehrt, setzte nach Experimenten in der Vorbereitung auf sein klassisches 4-3-3 - und überließ Celta Vigo den Ball.

Resultat: Die Königlichen hatten in der ersten Hälfte nur 36 Prozent Ballbesitz, doch wenn sie das Spielgerät eroberten, gab es Platz für Bale und Co.: Mehrfach wurde der mit Steilpässen auf die Reise geschickt, so auch vor dem 1:0.

Das alte System, gepaart mit den altbekannten Protagonisten - kein einziger Neuzugang stand in der Startelf - schien zu beflügeln: Karim Benzema glänzte neben dem Tor auch noch mit seinem Assist für Lucas Vasquez, Casemiro glänzte als Staubsauger - und Toni Kroos packte den Hammer aus: Aus knapp 30 Meter traf er per Vollspann zum zwischenzeitlichen 2:0, Unterkante Latte, drin. In der vergangenen Saison hatte er kein einziges Mal genetzt.

Sergio Ramos: "Wir möchten alles gewinnen"

"So startet man gerne in die neue Saison", bilanzierte Kapitän Sergio Ramos, noch einer aus der alten Garde. Die vergangene Saison müsse man "abhaken" und es 2019/20 besser machen: "Wir möchten alles gewinnen."

Ob es am Ende soweit kommt, wird auch daran liegen, ob Zidane die perfekte Mischung aus seinen Champions-League-Siegern und hochpreisigen Transfers wie Hazard, Eder Militao, Rodrygo oder auch Luka Jovic (in der 81. Minute eingewechselt) findet.

Er dürfte jedoch mit Genugtuung gesehen haben, dass es die alten Recken auch noch richten können, wenn es nötig ist. Und so waren mögliche weitere Transfers nach Abpfiff für Zidane auch kein Thema. "Wir werden mit den Spielern zurechtkommen, die wir haben." Inklusive Gareth Bale: "Ich habe mit ihm gesprochen und ihm gesagt, dass er bleiben muss."

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